Rhein-​Kreis Neuss: Pflegebedarfsplanung lässt neue Perspektiven in Norf und Gnadental zu

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Derzeit beschäf­ti­gen sich die Kreisverwaltung und die Kreistagsfraktionen mit den aktu­el­len Ergebnissen einer neuen Pflegebedarfsanalyse, die vom ALP-​Institut aus Hamburg erar­bei­tet wor­den ist.

Der Bedarf nach Pflegeleistungen wird in den nächs­ten Jahren in allen Sektoren stei­gen, und das auch im sta­tio­nä­ren Bereich“, bilan­ziert Kreisdirektor und Sozialdezernent Dirk Brügge. Damit werde sich „die Gelegenheit erge­ben, die Schieflage aus der Vergangenheit zu kor­ri­gie­ren und zu einer bes­se­ren Verteilung der Pflegeplätze im Kreisgebiet zu kommen“.

Mit die­sem Ziel hat der Rhein-​Kreis Neuss etwa kon­struk­tive Gespräche mit der Diakonie geführt, um ein geplan­tes Neubauprojekt in Norf wei­ter voran zu brin­gen. Denn unter der Prämisse, dass der Kreistag künf­tig für das Stadtgebiet von Neuss einen gerin­gen zusätz­li­chen Bedarf an Pflegeplätzen bestä­tigt, kön­nen die bereits vor­han­de­nen Pläne mit den von allen Beteiligten gewünsch­ten 80 Plätzen umge­setzt werden.

In den Gesprächen zwi­schen der Diakonie und der Heimaufsicht des Kreises ist dar­über hin­aus die Idee ent­stan­den, das Neubauprojekt in Norf mit dem not­wen­di­gen Umbau des Fliedner-​Hauses in Gnadental zu kom­bi­nie­ren“, so Brügge. Auf diese Weise könne zeit­lich gestaf­felt auch in Gnadental ein Gebäude mit neu­es­ten bau­li­chen und tech­ni­schen Standards ent­ste­hen. Ob und gege­be­nen­falls wel­che wei­te­ren Maßnahmen in den ein­zel­nen Kommunen not­wen­dig sein wer­den, um ein bedarfs­ge­rech­tes Angebot an Pflegeeinrichtungen zu schaf­fen, wird im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreistags im Mai diskutiert.

Pläne für neue Pflegeeinrichtungen wur­den sei­tens der Kreisverwaltung in den ver­gan­ge­nen Jahren sehr kri­tisch bewer­tet. Der Grund: Fehlplanungen in eini­gen Kommunen führ­ten zu Überkapazitäten und damit zu struk­tu­rel­len Leerständen in den Heimen. Während im süd­li­chen Kreisgebiet viele Plätze nicht belegt wer­den konn­ten, gab es Stimmen aus Kaarst und aus Neuss, wonach eine wohn­ort­nahe Unterbringung pfle­ge­be­dürf­ti­ger Menschen schwie­rig war.

Der Kreistag hat die­ser Gesamtlage Rechnung getra­gen und bei den Beschlüssen zur Pflegebedarfsplanung, die seit Ende 2014 jähr­lich ver­ab­schie­det wer­den muss, die Verwaltung damit beauf­tragt, eine aus­ge­wo­gene Platzverteilung in allen kreis­an­ge­hö­ri­gen Städten und Gemeinden im Auge zu behalten. 

(57 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)