Jüchen: Kolumbarium Garzweiler – Urnenbestattungen

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Die Bestattungskultur hat sich in den ver­gan­ge­nen Jahren stark ver­än­dert. Früher lag das Verhältnis unge­fähr bei 80 Prozent Sarg- und 20 Prozent Urnenbestattungen. 

Zwischenzeitlich hat sich die­ses Verhältnis auf unge­fähr je zur Hälfte ver­scho­ben, wobei der Trend wei­ter zur Urnenbestattung geht. Diese Veränderung liegt auch im demo­gra­fi­schen Wandel begrün­det. Die Menschen wer­den immer älter und die­je­ni­gen, die selbst Jahrzehnte lang das Grab ihrer Eltern gepflegt haben, möch­ten dies ihren Kindern oft nicht auf­er­le­gen. Auch besteht auf­grund der gesell­schaft­li­chen Veränderungen viel­fach nicht mehr die Möglichkeit, sich regel­mä­ßig um eine Grabstelle zu küm­mern. Deshalb fällt sehr oft die Entscheidung auf eine pfle­ge­leichte Grabstelle.

Um sich die­ser geän­der­ten Bestattungssituation anzu­pas­sen, hat der Rat der Gemeinde Jüchen bereits vor eini­ger Zeit eine Friedhofskommission gebil­det, die sich unter ande­rem auch inten­siv mit die­sem Thema sowie der Errichtung eines Kolumbariums beschäf­tigt hat. Da die Friedhofshalle in Garzweiler nur wenig genutzt wurde, erfolg­ten Überlegungen diese auch aus Kostengründen einer ande­ren Nutzung zuzu­füh­ren, jedoch gleich­zei­tig wei­ter­hin die Aufbahrung von Verstorbenen zu ermöglichen.

Die Frage nach Bestattungsformen wan­delt sich, dem haben wir ent­spre­chen“, so Oswald Duda, Technischer Dezernent. „Die Gemeinde Jüchen ist im Bereich Urnenstelen und Kolumbarium fast ein Vorreiter im Rhein-​Kreis Neuss“.

Nach Empfehlung des Arbeitskreises beauf­tragte sei­ner­zeit der zustän­dige Fachausschuss an einer Seite in der Trauerhalle 112 Urnenkammern für je 2 Urnen zu errich­ten. Für die Ablage von Dekorationen, Blumen oder Gestecken ist ein Sims vor der Urnenwand vor­han­den. Zum Verweilen ist eine Sitzmöglichkeit vor der Urnenwand geschaf­fen wor­den, so dass Angehörige, geschützt vor Kälte und Regen, dort ver­wei­len können.

Der Zugang ist jeder­zeit gewähr­leis­tet. Tagsüber ist die Halle mit­tels eines Zeitschlosses geöff­net, außer­halb die­ser Zeiten kön­nen die Angehörigen die Halle mit­tels eines pro­gram­mier­ten Schlüssels betre­ten, der ihnen auf Wunsch mit dem Erwerb des Nutzungsrechts aus­ge­hän­digt wird.

Die Kammern, die auch schon vorab erwor­ben wer­den kön­nen, sind mit einem Wellenmotiv gekenn­zeich­net, im Fall einer Beisetzung wer­den dann die Namen ange­bracht. Eine Pflege ist nicht erfor­der­lich. Die Gebühr für den Erwerb des Nutzungsrechtes liegt der­zeit bei 2.987 Euro, bei einer Zweitbelegung ist nur der Nachkauf für die schon abge­lau­fene Zeit erfor­der­lich. Die Verschlussplatten und die Beschriftung sind hierin bereits enthalten.

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