Deichverband in Dormagen schweigt sich aus

Dormagen – (BdSt NRW) Im Oktober 2017 hat sich der BdSt NRW erstmals nach der aktuellen Lage beim Deichverband Dormagen/ Zons erkundigt und eine Anfrage an den Deichgraf gesendet.

Damals hatten BdSt-Mitglieder auf die Kostenexplosion bei der Planung der Deichsanierung aufmerksam gemacht. Die so genannte „Große Lösung“ bereitet manchem Kopfzerbrechen: Die Anforderungen an den Hochwasserschutz sind gestiegen, die bereits vorhandenen Mängel an den Deichanlagen sichtbar.

Von der Kölner bis fast zur Neusser Stadtgrenze soll auf einer Länge von rund 14 Kilometern saniert werden. Das kostet natürlich – aber wie viel? Darüber schweigt der Deichverband. Ganze sechs Anfragen des BdSt NRW wurden nicht beantwortet, nur immer auf den nächsten Stichtag verwiesen. Zwischenbericht? Aktueller Stand? Der Deichverband gibt sich einsilbig.

Das beharrliche Schweigen hinterlässt viele Fragezeichen und Unverständnis. Schließlich will der Deichverband nach eigenen Angaben an der Kostenschraube drehen und sucht nach Sparmöglichkeiten. Transparenz wäre jetzt hilfreich, um die Bürger mit ins Boot zu holen.

Der BdSt NRW fordert deshalb die Offenlegung des aktuellen Stands. Auch ein laufender Prozess ist berichtenswert, damit sich der mündige Bürger selbst ein Bild machen kann.

(89 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)