Jüchen: Typisierungsaktion in Gierath

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen-​Gierath – „Leni liebt das Leben – hilf ihr! Unter die­sem Motto fin­det am 15. April in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr in der Lindenschule in Gierath, Schulstr. 69a in Zusammenarbeit mit der Knochenmarkspenderzentrale Düsseldorf eine Typisierungsaktion statt, um mög­lichst viele neue poten­ti­elle Stammzellspender zu gewinnen.

Anlass der Jüchener Typisierung ist die Erkrankung einer Gierather Bürgerin. Jedes Jahr erkran­ken allein in Deutschland etwa 12.000 Menschen an Leukämie oder ande­ren bös­ar­ti­gen Blutkrankheiten, d.h. alle 45 Minuten wird eine Leukämieerkrankung dia­gnos­ti­ziert. Einige der Erkrankten kön­nen durch Medikamente geheilt wer­den. Ist eine sol­che Behandlung jedoch nicht mög­lich, kann nur eine Übertragung gesun­der Blutstammzellen hel­fen. Diese Blutstammzelltransplantation ist dann für viele Kinder und Erwachsene die ein­zige Hoffnung auf Heilung.

Wird im Familienkreis kein pas­sen­der Spender für den Erkrankten gefun­den, muss unter nicht­ver­wand­ten Stammzellspendern gesucht wer­den. Die Chance, einen pas­sen­den Spender zu fin­den steigt, je mehr frei­wil­lige Stammzellenspender gewon­nen wer­den können.

Als frei­wil­lige Spender kön­nen sich alle Personen zwi­schen 18 und 55 Jah­ren registrie­ren las­sen, die nicht ernst­haft erkrankt sind. Für den, der Spender wer­den will, ist es nur ein klei­ner Schritt, in die Spenderdatei auf­ge­nom­men zu wer­den. Die Gewebemerkmale kön­nen aus Zellen der Mundschleimhaut typi­siert wer­den – ein Wangenabstrich ist alles, was nötig ist.

Und viel­leicht ist einer von die­sen Spendern ein­mal der am bes­ten pas­sende Spender für einen Patienten und kann die­sem kran­ken Menschen dann mit sei­ner Stammzellspende die Chance auf ein zwei­tes Leben geben. Allerdings lässt sich heut­zu­tage lei­der nur für jeden zwei­ten bis drit­ten Patienten recht­zei­tig ein pas­sen­der Stammzellspender fin­den. Auch schei­den Spender regel­mä­ßig aus Altersgründen aus.

Jetzt braucht Leni eine Stammzellspende. Für die Typisierungsaktion hat spon­tan Bürgermeister Harald Zillikens die Schirmherrschaft über­nom­men. „Ich appel­liere an alle infrage kom­men­den Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Jüchen, sich typi­sie­ren zu las­sen. Es gibt so viele Patienten, die auf einen pas­sen­den Spender war­ten, da soll­ten wir alle mit gutem Beispiel voran gehen“, so Bürgermeister Harald Zillikens. „Eine sol­che Krankheit kann jeder­zeit jeden tref­fen, wich­tig ist, dass man dann auf die ent­spre­chende Hilfe zurück­grei­fen kann“.

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