Dormagen: Entwicklungsgebiet Silbersee – Stadt unter­zeich­net Absichtserklärung

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Dormagen – Bürgermeister Erik Lierenfeld hat am Dienstag, 27. März, eine gemein­same Absichtserklärung mit RWE Power, der Deutschen Post DHL Group (DHL), dem Rhein-​Kreis Neuss und NRW.INVEST über die Ansiedlung eines grü­nen Logistikprojektes von DHL am Delrather Silbersee unterzeichnet.

Eigentümer des rund 50 Hektar gro­ßen Areals ist RWE Power. In dem „Letter of Intent“ bekun­det DHL Interesse daran, auf einer Fläche von 140.000 Quadratmetern ein neues Mega-​Paketzentrum mit rund 600 tarif­ge­bun­de­nen Arbeitsplätzen zu errich­ten. Der Betrieb soll 2022 starten.

Lierenfeld betonte, dass die Realisierung des Projekts unmit­tel­bar davon abhänge, dass der direkte Autobahnanschluss an die A57 komme: „Das DHL-​Paketzentrum am Silbersee steht und fällt mit einer Anschlussstelle Dormagen-​Delrath. Die Verkehrssituation ins­be­son­dere auf der B9 macht eine Direktanbindung zwin­gend erfor­der­lich. Und die würde übri­gens nicht nur Unternehmen hel­fen, son­dern auch vie­len Bürgerinnen und Bürgern, die dort jeden Tag im Stau stehen.“

Deshalb will der Rhein-​Kreis Neuss den Autobahnanschluss jetzt mit Hochdruck vor­an­trei­ben. „Durch den Anschluss an die A57 kön­nen wir die ganze Region erheb­lich ent­las­ten. Auf der B9 hät­ten wir dadurch jeden Tag etwa 10.000 Fahrzeuge weni­ger. Der Rhein-​Kreis wird bis zum Herbst bei der Bezirksregierung Düsseldorf einen ent­spre­chen­den Planfeststellungsantrag ein­rei­chen“, erläu­terte Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke.

Michael Eyll-​Vetter, Leiter Tagebauentwicklung bei RWE Power, erklärte: „Das Areal am Silbersee ent­wi­ckelt sich von einer Industriebrache und Vorhaltefläche zu einer Erfolgsgeschichte. Es ist schön, dass wir mit unse­ren Grundstücken und mit unse­rer Erfahrung im Flächenmanagement dazu bei­tra­gen kön­nen, dass hier eine opti­male Lösung für die Stadt, den Kreis und das Unternehmen in Aussicht steht.“

(v. l.): Erik Schöddert (RWE), Thomas Schlickenrieder (DHL), Michael Eyll-​Vetter (RWE), Bürgermeister Erik Lierenfeld, Anja Kühlkamp (NRW.INVEST) und Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Foto: Stadt

Für Michael Bison, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen, ist die Absichtserklärung nicht nur ein wich­ti­ger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung eines für den Wirtschaftsstandort Dormagen wich­ti­gen Vorhabens: „Durch die Absichtserklärung und die damit ver­bun­dene Bündelung gemein­sa­mer Interessen ver­schie­de­ner Akteure wird die Realisierung der enorm wich­ti­gen Anschlussstelle Delrath posi­tiv unter­stützt. Natürlich freuen wir uns auch, wenn bei einer Projektrealisierung unser Standort durch ein Investment von 150 Millionen Euro nach­hal­tig gestärkt wird.“

Auch Petra Wassner, Geschäftsführerin der lan­des­ei­ge­nen Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST sichert Unterstützung für das Vorhaben zu: „Wir wer­den die­ses Projekt beglei­ten und unter­stüt­zen: Politisch und inhaltlich.“

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