Rhein-​Kreis Neuss: Kreiskonferenz befasste sich mit der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – „Integration ist eine der größ­ten Aufgaben, vor der unsere Gesellschaft aktu­ell steht. Und diese Aufgabe for­dert alle Beteiligten, die Zuwanderer wie die Einheimischen.“

Mit die­sen Worten begrüßte Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke jetzt die Teilnehmer der 2. Integrationskonferenz des Rhein-​Kreises Neuss für Flüchtlinge und Neuzugewanderte. Den Kommunen komme hier eine Schlüsselrolle zu, denn: „Es ent­schei­det sich immer vor Ort, ob Integration gelingt“, so der Landrat.

Vertreter aus Politik, Wirtschaft, kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen, Job-​Center, Verbänden, Vereinen und ande­ren Institutionen waren ins Kreishaus Grevenbroich gekom­men, um das Thema gemein­sam vor­an­zu­brin­gen. Bereits im Jahr 2016 hatte eine Auftaktkonferenz des Kreises dazu ein Arbeitskonzept entwickelt.

Beim Austausch über wei­ter­füh­rende Ansätze stand nun die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten – ins­be­son­dere jün­ge­rer mit Bleibeperspektive – im Mittelpunkt. So befasste sich ein Impulsreferat von Prof. Dr. Matthias Knuth vom Institut für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-​Essen mit der Frage „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten – früh­zei­tige Intervention, Aktionismus oder lehr­rei­ches Scheitern?“. Von Seiten des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises wurde bei­spiel­haft die Vielfalt an Maßnahmen und Akteuren vor­ge­stellt, die im Rhein-​Kreis Neuss zum Gelingen von Integration beitragen.

Der Leiter des Institutes für Soziale Innovation, Hans Wietert-​Wehkamp, berich­tete über den Stand eines Handbuches zum Übergangsmanagement, das zur­zeit vom Rhein-​Kreis Neuss im Rahmen des Projektes „Angekommen in Deutschland – Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten vor Ort“ erar­bei­tet wird. Ziel die­ses Kooperationsprojektes zwi­schen der Bertelsmann Stiftung, der J.P. Morgan Stiftung, des IQ-​Netzwerkes NRW und des Rhein-​Kreises Neuss ist ein ver­bes­ser­tes Schnittstellenmanagement bei der Arbeitsmarktintegration der Gruppe neu zuge­wan­der­ter Flüchtlinge im Alter von 16- bis 25 Jahren.

Foto: M. Reuter /​Rhein-​Kreis Neuss

Den Abschluss der Konferenz bil­dete eine Podiumsdiskussion mit den Referenten Knuth und Wietert-​Wehkamp, Kreisdirektor Dirk Brügge, Bürgermeister Harald Zillikens aus Jüchen, Michael Stork, Geschäftsführer des Berufsförderungszentrums Schlicherum, und Johann-​Andreas Werhahn, Unternehmer und Mitbegründer der erfolg­rei­chen Initiative „Kompass D“ zur Qualifizierungen von jun­gen Geflüchteten.

Kreisdirektor Brügge betonte in der Runde die guten, im Rhein-​Kreis Neuss bereits bestehen­den Strukturen. Allerdings stün­den nur begrenzte Mittel von Land und Bund zur Verfügung. Es müsse aber alles was mög­lich sei, auch umge­setzt werden. 

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