Jüchen: Hunde bitte anlei­nen – Forderung des Gesetzgebers

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!
Wussten Sie das dafür ein hoher Zeitaufwand erforderlich ist? Auch die Aufwendungen für Reportagen und die Internetkosten sind nicht unerheblich.

Werbung ist die einzige Möglichkeit Kosten zu decken. Diese Art der Finanzierung macht jedoch abhängig. Aber Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, welches ich unbedingt bewahren möchte und die "Werbebanner" sind unbeliebt.

Daher bitte ich meine zahlreichen Leser um Unterstützung. Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich einbringen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber


Jüchen – Spaziergänge in der freien Landschaft sind für Hund und Frauchen/ Herrchen ein Genuss. Problematisch wird es nur, wenn der vierbeinige Freund von der Leine gelassen wird.

In der Regel ist den Hundehaltern nicht bewusst, welche Störungen freilaufende Hunde hervorrufen können, denn nicht alle aufgescheuchten Wildtiere machen sich durch lauten Protest bemerkbar. Dies gilt vor allem in den Setz- oder Brutzeiten im Frühjahr und Sommer. Daneben sollte auch beachtet werden, dass sie nicht in die Ackerflächen und Weiden laufen, da hierdurch erhebliche Fruchtschäden entstehen können.

In den naturnahen Bereichen der Gemeinde Jüchen wie z.B. entlang der renaturierten Abschnitte des Jüchener Baches bei Bedburdyck, zwischen Jüchen und Garzweiler oder dem Grüngürtel bei Otzenrath konnte wiederholt beobachtet werden, dass nicht angeleinte Hunde die Vögel bei ihren Brutgeschäften stören und selbst auf den Wasserflächen ihrem Jagdinstinkt freien Lauf lassen. Als Natur- und Tierfreund kann aber jeder Hundehalter Verantwortung dafür übernehmen, dass Konflikte zwischen Haus- und Wildtier vermieden werden.

Zwar schreibt das Hundegesetz des Landes NRW (LHundG) außerhalb der im Zusammenhang bebauter Ortsteile keinen Leinenzwang vor, doch ist es nach dem Landschaftsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie deren Lebensstätten zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Zusätzliche Vorschriften verbieten Maßnahmen und Handlungen, die zu einer erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigung oder zu einer Zerstörung von natürlichen oder naturnahen unverbauten Bereichen fließender oder stehender Gewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen Vegetation führen können.

Die Gemeinde Jüchen appelliert eindringlich an alle Hundehalter, insbesondere in den Landschaftsschutzgebieten am Jüchener Bach und seinen Zuläufen die Hunde anzuleinen, damit die Rückzugsräume für Wildtiere und Wildpflanzen in den empfindlichen Uferzonen ungestört bleiben. Somit kann jeder einsichtige Hundefreund einen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt leisten und darüber hinaus anderen Besuchern einen ungestörten Spaziergang ermöglichen.

Wer gegen die Anleinpflicht innerhalb bebauter Flächen, in Anlagen und auf Straßen verstößt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Verwarnungsgeld oder einem Bußgeld geahndet werden kann. Zudem sind alle Hundehalter verpflichtet, ihren Vierbeiner steuerlich anzumelden. Daneben ist eine Anzeige über die Hundehaltung  nach den Bestimmungen des LHundG erforderlich, sofern der Hund ausgewachsen eine Widerristhöhe von 40 cm oder ein Gewicht von 20 kg erreicht.

Nähere Auskunft zur Hundehaltung erteilt Christian Jäger vom Ordnungsamt der Gemeinde Jüchen unter der Telefonnummer 02165 / 915 - 3203.

(183 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)