A46: Fahrspuren auf der Rheinbrücke Flehe wer­den gesperrt

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Wegen neuer Schäden am Brückenbauwerk muss in der Nacht von Dienstag (27.3.2018) auf Mittwoch (28.3.) auf der A46-​Rheinbrücke Flehe der jeweils rechte Fahrstreifen und die Standspur gesperrt werden.

In bei­den Fahrtrichtungen wer­den zwei Fahrspuren offen blei­ben. Der LKW-​Verkehr kann die Brücke wei­ter­hin befah­ren. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld rech­net mit Verkehrsbehinderungen ins­be­son­dere wäh­rend des Berufsverkehrs.

Die Brücke muss ent­las­tet wer­den, da sich in den Schrägstreben, die links und rechts die über­ste­hende Fahrbahnplatte („Kragarme”) abstüt­zen, Risse gebil­det haben. Damit sich die Schäden nicht aus­wei­ten, ist eine Entlastung die­ser Schrägstreben notwendig.

Als Ursache für die aktu­el­len Schäden sehen die Fachleute die in den letz­ten Jahrzehnten mas­siv gestie­gene Verkehrsbelastung vor allem durch den Lkw-​Verkehr an. Zusätzlich ist die Fleher Brücke durch die Sperrung der A1-​Brücke in Leverkusen für Lkw seit 2012 beson­de­ren Belastungen durch den Schwerlastverkehr ausgesetzt.

Deshalb wird die Brücke regel­mä­ßig und eng­ma­schig kon­trol­liert. Bei die­sen Kontrollen wur­den die Schäden fest­ge­stellt. Um wei­tere Schadensfortschritte zu ver­mei­den, ist die Entlastung der Kragarme des Bauwerks erfor­der­lich. Dafür müs­sen die bei­den rech­ten äuße­ren Fahrspuren gesperrt werden.

Für den Verkehr offen blei­ben wei­ter­hin der linke und der mitt­lere Fahrstreifen je Fahrtrichtung. Auch der Schwerlastverkehr wird die Brücke wei­ter­hin nut­zen können.

Ein Expertenteam, bestehend aus ver­wal­tungs­in­ter­nen und exter­nen Fachleuten, arbei­tet bereits an einem kurz­fris­ti­gen Sanierungskonzept. Mit der schnel­len Reaktion nutzt der Landesbetrieb auch die ver­kehrs­är­mere Zeit in den Osterferien. Wie lange die Spuren gesperrt blei­ben müs­sen, kann der­zeit noch nicht gesagt wer­den. Ziel ist die Wiederherstellung der vol­len Tragfähigkeit und Nutzbarkeit der Rheinbrücke. Durch Reparaturen sol­len die bei­den Außenfahrspuren wie­der in Betrieb genom­men wer­den können.

Die Rheinbrücke Flehe ist zwi­schen 1976 und 1979 ent­stan­den. Sie wurde für die damals höchste Brückenklasse (BK60) ent­wor­fen. Die Baukosten betru­gen 94 Millionen DM. Die Schrägseilbrücke ist ins­ge­samt 1.165 Meter lang (davon die aus Stahl bestehende Strombrücke: 368 Meter). Der Pylon besteht aus Stahlbeton und ragt 145 Meter in die Höhe.

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