Jüchen unter­stützt Forderungen nach mehr Lohntransparenz – Equal Pay Day

Jüchen – Deutschland liegt mit 21 Prozent Lohnlücke zwischen Frauen und Männern nach wie vor auf einer der Spitzenpositionen im Europavergleich.

Dies sind 21 Prozent zu viel. Leider haben sich die Zahlen in der Vergangenheit nur unmerklich verändert. Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen umsonst arbeiten. Der 18. März 2018 ist der errechnete Termin bis zu dem Frauen in Deutschland gratis gearbeitet haben, während Männer schon seit dem 1. Januar 2018 bezahlt werden.

Das Kampagnen-Motto zum Equal Pay Day 2018 lautet: „Transparenz gewinnt.“

Durch fehlende Lohntransparenz ist eine Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern bei der Bezahlung nicht sofort erkennbar. Ein gesetzlich geregeltes  Auskunftsrecht sowie Transparenz in den Gehaltsstrukturen können die Lohnlücke nachhaltig beeinflussen. Gestützt wird das Vorhaben durch das in Kraft getretene Entgelttransparenzgesetz.

Ziel des Equal Pay Day ist es, auf die Lohnunterschiede aufmerksam zu machen, die Öffentlichkeit zu informieren, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen und zu sensibilisieren.

Die Gleichstellungsstelle der Gemeinde Jüchen unterstützt die Forderungen der Aktion, um die Lohnlücke von derzeit 21 Prozent zu schließen.

Über den Equal Pay Day: 2008 wurde der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Initiatorinnen waren die amerikanischen Business and Professional Women (BPW/USA), die 1988 die „Red Purse Campaign“ ins Leben riefen, um auf die bestehende Lohnkluft hinzuweisen. Mehr Informationen zum Equal Pay Day unter www.equalpayday.de.

Nähere Informationen erteilt die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Jüchen, Ursula Schmitz, unter der Tel.-Nr. 02165 / 915 - 5005 oder unter gleichstellung@juechen.de.

(15 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

1 Kommentar

  1. Eine Schande, dass diese über­aus schlechte Gesetz auch noch von unter­stützt wird. Aber nun, Gleichstellungsbeauftragte sind bekann­ter­ma­ßen nur am Fortkommen von Frauen inter­es­siert. Sinnvoller wäre echte Lohntransparenz! Also nicht erst ab 200 Angestellten, nicht nur für Frauen, son­dern ganz ein­fach für alle. Soll doch jeder wis­sen, was der Abteilungsleiter oder Kollege ver­dient. Entweder es ist ein­seh­bar oder es gibt Diskussionen. Der Gender Pay Gap ist sowieso ein Witz ver­gli­chen mit den ganz nor­ma­len Gehaltsunterschieden bei ähn­li­chen Berufen in ver­schie­de­nen Firmen. Wir haben in Deutschland viele pre­käre Verhältnisse und die Gleichstellungsbeauftragte klatscht auch noch Beifall, denn haupt­sa­che für die Frauen wird was getan. Na, vie­len Dank auch – nicht!

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