Dormagen: Trickdiebe schlit­zen Handtaschen auf – Polizei sucht Duo und erläu­tert einige Tricks

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Dormagen (ots) – Am Willy-​Brandt-​Platz kam es am Montag (19.03.) zu zwei Trickdiebstählen.
Zwischen 10:30 Uhr und 10:45 Uhr waren zwei Frauen zu Fuß auf dem Parkplatz des dort ansäs­si­gen Discounters unterwegs.

Dort stahl sich plötz­lich ein älte­rer Mann, gefolgt von einem Jüngeren, von hin­ten heran und rem­pelte die Damen an. Anschließend ver­schwand das männ­li­che Duo in unbe­kannte Richtung. Die bei­den Frauen stie­gen zunächst ahnungs­los in ihren Wagen und fuh­ren davon.

Zuhause stell­ten sie fest, dass ihre Handtaschen, die sie wäh­rend des Vorfalls geschul­tert hat­ten, auf­ge­schlitzt waren. Aus den Taschen fehl­ten die Geldbörsen.

Von den ver­meint­li­chen Trickdieben liegt vom Älteren (Rempler) fol­gende Personenbeschreibung vor:

  • Zirka 45 Jahre, etwa 175 Zentimeter groß, graue etwa fünf Zentimeter lange Haare (Bürstenschnitt).
  • Nach Angaben der Opfers könnte es sich um einen Türken handeln.

Zeugen, die den Vorfall beob­ach­tet haben oder wei­tere Hinweise auf die bei­den ver­däch­ti­gen Männer geben kön­nen, wer­den gebe­ten, die Polizei unter Telefon 02131 3000 zu informieren.

Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von meh­re­ren Tätern arbeits­tei­lig vor. Dabei nut­zen sie Tricks oder schla­gen nach einem selbst ver­ur­sach­ten Gedränge zu. Opfer von Taschendiebstahl wer­den vor allem Frauen. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich.

Hier einige Tricks:

Der Rempel-​Trick, wie im geschil­der­ten Fall auch ange­wandt: Das Opfer wird im Gedränge ange­rem­pelt oder „in die Zange” genom­men; beim Einsteigen stol­pert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötz­lich ste­hen. Während das Opfer auf­läuft und abge­lenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.
Der Drängel-​Trick: In vol­len Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unan­ge­nehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwen­det und so die Tasche „griff­be­reit” anbietet.

Der Stadtplan-​Trick: Fremde fra­gen das Opfer nach dem Weg und hal­ten ihm einen Stadtplan vor oder bit­ten es – etwa auf Bahnhöfen – an einen aus­ge­häng­ten Plan. Während sich das Opfer ori­en­tiert und abge­lenkt ist, plün­dern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.

Der Geldwechsel-​Trick: Fremde bit­ten das Opfer, eine Münze zu wech­seln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öff­net, wird es vom Täter abge­lenkt. Während die­ser bei­spiels­weise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Beschmutzer-​Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer „ver­se­hent­lich” mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekle­ckert. Beim wort­rei­chen Reinigungsversuch ver­schwin­det das gerade abge­ho­bene Geld aus der Bekleidungstasche.

Der Supermarkt-​Trick: Im Supermarkt fra­gen Fremde das Opfer nach einer bestimm­ten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.

Tipps der Polizei: Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in ver­schie­de­nen ver­schlos­se­nen Innentaschen der Kleidung mög­lichst dicht am Körper. Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen ver­schlos­sen auf der Körpervorderseite oder klem­men Sie sie sich unter den Arm.

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