Seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik aktiv: Maria Peiffer erhielt das Bundesverdienstkreuz

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss, Rommerskirchen – Eine beson­dere Ehre wurde jetzt Maria Peiffer zuteil: Sie erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande. 

Im Beisein von zahl­rei­chen Gästen über­reichte Dr. Hans-​Ulrich Klose, Erster stell­ver­tre­ten­der Landrat des Rhein-​Kreises Neuss, der Widdeshovenerin die beson­dere Auszeichnung. Alle Anwesenden im Ratssaal Rommerskirchen waren sich einig: Die 77-​Jährige hat das Bundesverdienstkreuz mehr als ver­dient. Sie setzt sich seit Jahrzehnten enga­giert in der Kommunalpolitik sowie in ihrem Heimatort ein.

In sei­ner Laudatio hob Dr. Hans-​Ulrich Klose unter ande­rem das christ­li­che Engagement der Katholikin her­vor. So ist sie bis heute in ihrer Pfarrgemeinde St. Stephanus Hoeningen aktiv: Maria Peiffer enga­giert sich im Kirchenvorstand der Gemeinde und machte sich für den Bau des Jugendheims stark. Darüber hin­aus ist sie akti­ves Chormitglied und Vorsitzende der kir­chen­mu­si­ka­li­schen Chorgemeinschaft. Außerdem setzte sie sich für ein Wegekreuz in Rommerskirchen-​Widdeshoven ein und küm­mert sich bis heute um des­sen Erhalt und Pflege.

Insbesondere in der Kommunalpolitik hat sich die Geehrte bereits seit Jahrzehnten enga­giert. Darauf wie­sen ins­be­son­dere der Rommerskirchener Bürgermeister Martin Mertens, sein Vorgänger Albert Glöckner und SPD-​Ratsmitglied Bernd Klaedtke hin. 1940 in Widdeshoven gebo­ren, trat Maria Peiffer 1977 – zwei Jahre nach der kom­mu­na­len Neugliederung – zusam­men mit ihrem Mann Willi in die SPD ein. In ihrer Partei über­nahm sie eine Reihe von Führungspositionen. So war sie im SPD-​Ortsverein Widdeshoven unter ande­rem stell­ver­tre­tende Vorsitzende und Schriftführerin. Außerdem über­nahm sie von 2003 bis 2007 den Vorsitz des SPD-​Ortsvereins Rommerskirchen.

Mehr als 30 Jahre lang saß Maria Peiffer im Rat der Gemeinde Rommerskirchen. Als sie 1979 erst­mals Ratsmitglied wurde, gehörte sie zusam­men mit der Vanikumerin Erika Lemke zu den ers­ten Frauen im Rat. Erst mit Erreichen des 75. Lebensjahres schied sie auf eige­nen Wunsch als dienst­äl­tes­tes Ratsmitglied und – so Glöckner – „Grande Dame“ des Rates aus der Kommunalpolitik aus. Als Bürgervertreterin war es Maria Peiffer immer wich­tig, Verbesserungen für die Menschen in ihrem Ort und für deren Lebensqualitität zu errei­chen. Unter ande­rem kämpfte sie für den Erhalt wich­ti­ger Brücken im Gemeindegebiet und für die Einrichtung des Strategischen Bahndammes als Fuß- und Reitweg.

Dr. Hans-​Ulrich Klose (r.), der Erste stell­ver­tre­tende Landrat des Rhein-​Kreises Neuss, über­reichte Maria Peiffer das Bundesverdienstkreuz, im Beisein von Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens.
Foto: S. Büntig /​Rhein-​Kreis Neuss

Darüber hin­aus gehörte Maria Peiffer 1988 zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins der Kastanienschule Hoeningen in Rommerskirchen. Hier war die Mutter von drei Kindern mehr als 16 Jahre lang Vorsitzende und beglei­tete die Entwicklung der Schule: So wurde in der Zeit ihres Engagements die Schülerbücherei auf­ge­baut, ein Schulgarten wurde Angelegt, und als im Schuljahr 2003/​2004 die Offene Ganztagsschule ein­ge­führt wurde, war die Widdeshovenerin zuver­läs­sige Anlaufstelle vor und nach dem Unterricht für die Grundschüler.

Es braucht einen lan­gen Atem, um das Engagement von Maria Peiffer zu wür­di­gen“, betonte Dr. Hans-​Ulrich Klose und dankte der Geehrten für ihren uner­müd­li­chen Einsatz. Das Bundesverdienstkreuz ist bereits die zweite Würdigung für Maria Peiffer: Bereits 1999 erhielt sie die Ehrengabe der Gemeinde Rommerskirchen.

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