Kreisleitstelle: Mehr als 81.000 Mal rück­ten Feuerwehr und Rettungsdienste aus

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Auch 2017 hat­ten Feuerwehren und Rettungsdienste wie­der mehr zu tun als in den Vorjahren:

81.468 Einsätze ver­zeich­nete die inte­grierte Leitstelle für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Rhein-​Kreises Neuss im ver­gan­ge­nen Jahr; 2016 waren es 79.202 und 2015 ins­ge­samt 75.280.

Alle Hände voll zu tun hat­ten die 29 Mitarbeiter der Kreisleitstelle, die im Wechsel in 24-​Stunden-​Schichten arbei­ten, ins­be­son­dere im Vorfeld der Tour de France, die im ver­gan­ge­nen Jahr auch durch den Rhein-​Kreis Neuss führte.
„Am Veranstaltungstag selbst lief alles rei­bungs­los“, berich­tet René Bonn vom Führungs- und Lagedienst der Leitstelle. „Zahlreiche Rettungsdienste und Feuerwehren waren an den stra­te­gisch wich­ti­gen Punkten im Einsatz.“ Ähnliche „Großkampftage“ haben die Disponenten jedes Jahr beim Neusser Bürger-​Schützenfest und am Silvestertag. „An die­sen Tagen sit­zen natür­lich mehr als die sonst übli­chen fünf Einsatzbearbeiter hier in der Leitstelle, um die Notrufe ent­ge­gen zu neh­men und die Helfer bei Bedarf los­zu­schi­cken”, sagt Bonn.
Leitstelle neu­er­dings auch auf Facebook
Neu ist, dass die Kreisleitstelle seit Anfang des Jahres auf Facebook über ihre Arbeit infor­miert. René Bonn, der die Seite zusam­men mit Marco Schmidt und Andreas Kühnel betreut, betont: „Wer Hilfe benö­tigt, wählt selbst­ver­ständ­lich – wie bis­her – die 112. Denn auf unse­rer Facebook-​Seite neh­men wir keine Notruf-​Anfragen entgegen.“
Zufrieden zei­gen sich die drei Mitarbeiter der Leitstelle mit dem Start ihres Facebook-​Auftritts: Seit Anfang des Jahres wurde ihre Seite 750 Mal bereits „geliked“; den bes­ten Beitrag über einen erfolg­rei­chen Einsatz in New Jersey, der von Neuss aus koor­di­niert wurde, sahen mehr als 32.000 Menschen.
Allein die Feuerwehren im Kreisgebiet rück­ten im ver­gan­ge­nen Jahr 5.921 Mal aus. Häufig stan­den dabei tech­ni­sche Hilfeleistungen im Vordergrund, von der Personenrettung bei Verkehrsunfällen bis zum Sturmeinsatz bei abge­knick­ten Bäumen.
46.387 Mal schickte die Leitstelle den Notfall-​Rettungswagen los und orga­ni­sierte ins­ge­samt 29.160 Krankentransporte. „Wir beob­ach­ten in den letz­ten Jahren lan­des­weit gestie­gene Einsatzzahlen im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr“, berich­tet Hans-​Joachim Klein, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung des Rhein-​Kreises Neuss. „Einer der Gründe ist sicher­lich der demo­gra­phi­sche Wandel: Der Anteil der älte­ren Menschen an der Bevölkerung nimmt zu.“
Der Rhein-​Kreis Neuss reagiert auf die ver­mehrte Nachfrage mit zusätz­li­chen Krankentransportwagen. Voraussichtlich ab 1. Juli 2018 soll ein wei­te­rer Rettungswagen in Rommerskirchen sta­tio­niert werden.
Alle Notrufe unter 112 gehen in der Kreisleitstelle am Hammfelddamm ein. Dort neh­men die Disponenten – sie alle sind erfah­rene Feuerwehrleute und im Rettungsdienst aus­ge­bil­det – die Anrufe an. Sie koor­di­nie­ren die Einsätze der 1.600 Feuerwehrkräfte und 400 Helfer im Rettungsdienst von Dormagen bis Meerbusch.
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