Meerbusch: Saubermobil muss Abfälle und Schutt ent­sor­gen – Allgemeinheit zahlt die Zeche

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Abfälle pro­blem­los, vor­schrifts­mä­ßig und umwelt­freund­lich los zu wer­den, ist in Meerbusch nor­ma­ler­weise ein Luxusproblem:

Restmüll, Sperrgut, Papier, Grün- und Kunststoffabfälle wer­den abge­holt, der Wertstoffhof an der Berta-​Benz-​Straße in Strümp nimmt ver­schie­denste Abfälle von Baumschnitt bis Elektroschrott an – je nach Art und Menge kos­ten­los oder zu einem über­schau­ba­ren Preis.

Regelmäßig fährt das Schadstoffmobil des Rhein-​Kreises Neuss vor, um Lackreste, Farben, Öle oder Leuchtstoffröhren ein­zu­sam­meln. Die Kosten für das gesamte Servicepaket wer­den aus den Abfallgebühren gedeckt. 

Die Unart, Abfälle in der freien Landschaft zu ent­sor­gen, ist aber trotz­dem nicht aus­ge­stor­ben”, erklärt Dana Frey, Abteilungsleiterin für Umweltvorsorge und Abfallberatung im Rathaus. Ihr Eindruck: Unter ande­rem haben Fälle, in denen Gewerbebetriebe Müll in der Natur hin­ter­las­sen, wie­der zuge­nom­men – ein Trend, der gerade im Meerbuscher „Saubermonat März” ein Ärgernis ist.

Viele Helferinnen und Helfer arbei­ten mit, um am Rhein oder in unse­ren Stadtteilen Unrat weg­zu­räu­men”, so Stadtsprecher Michael Gorgs. „Es kann nicht sein, dass ein­zelne Rücksichtslose die­sen tol­len ehren­amt­li­chen Einsatz mit Füßen tre­ten.” Erst jüngst wurde in der freien Landschaft Am Eisenbrand in Büderich wie­der Bauschutt abge­kippt (Foto).

Foto: Stadt

Das ist kein Einzelfall: Auch die Standorte der Altpapier- und Altglascontainer wer­den nach wie vor als Müllabladeplatz miss­braucht. Die Besatzung des städ­ti­schen Saubermobils muss die Hinterlassenschaften dann zusätz­lich zur übli­chen Servicearbeit besei­ti­gen. Um Gesetzesverstöße auf­klä­ren und die Verursacher belan­gen zu kön­nen, setzt die Stadtverwaltung wei­ter auf die Wachsamkeit der Bürgerinnen und Bürger.

Wir brau­chen kon­krete Zeugenhinweise, am bes­ten Autokennzeichen, Fotos und eine gute Personenbeschreibung”, so Dana Frey. „Dann kön­nen wir Bußgelder ver­hän­gen, die weh tun.”

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