Neuss: Raub vor­ge­täuscht – Haftrichter schickt 40‐​Jährigen in Untersuchungshaft

Neuss, Pforzheim (ots) - Am Dienstagnachmittag (06.03.) versuchte ein 40-jähriger Mann, der Polizei ein Märchen aufzutischen. Er sei überfallen und sein Fahrzeug geraubt worden.

Aufgelöst schilderte der maltesische Geschäftsmann der Polizei, dass er, gegen 13.30 Uhr, in der Innenstadt in einem Jeep Grand Cherokee Mietwagen unterwegs gewesen sei. Als er anhielt, um ein Telefonat zu führen, riss plötzlich ein Unbekannter die Beifahrertür auf und bedrohte ihn mit einer Schusswaffe.

Der Malteser sprang daraufhin aus dem Wagen. Der Räuber setzte sich hinter das Steuer der Geländelimousine und verschwand in unbekannte Richtung.

Das vermeintliche Opfer lief zum nahegelegenen Hauptbahnhof, stieg in ein Taxi und ließ sich zur Polizeiwache Neuss fahren. Während der 40-Jährige den Kriminalbeamten in seiner Vernehmung den Vorfall schilderte, zeigten sich erste Ungereimtheiten.

Und tatsächlich, die Folgeermittlungen ergaben, dass der Raub der Geländelimousine vorgetäuscht war. Ursprünglich hatte der 40-Jährige das Fahrzeug im Februar 2018 in Pforzheim angemietet und wie vertraglich vereinbart nicht rechtzeitig zurückgegeben. Eine dementsprechende Strafanzeige wegen Unterschlagung lag bereits vor.

Ersten Erkenntnissen zu Folge ist der Jeep in der Zwischenzeit ins Ausland verschoben worden. Zur Verschleierung seiner Tat zeigte der Geschäftsmann an, dass ihm der Wagen "geraubt" worden sei.

Den 40-Jährigen, ohne festen Wohnsitz in Deutschland, führten die Neusser Ermittler am Mittwoch (07.03.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Richter vor, der einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann erließ. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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