Neuss: Raub vor­ge­täuscht – Haftrichter schickt 40-​Jährigen in Untersuchungshaft

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss, Pforzheim (ots) – Am Dienstagnachmittag (06.03.) ver­suchte ein 40-​jähriger Mann, der Polizei ein Märchen auf­zu­ti­schen. Er sei über­fal­len und sein Fahrzeug geraubt worden.

Aufgelöst schil­derte der mal­te­si­sche Geschäftsmann der Polizei, dass er, gegen 13.30 Uhr, in der Innenstadt in einem Jeep Grand Cherokee Mietwagen unter­wegs gewe­sen sei. Als er anhielt, um ein Telefonat zu füh­ren, riss plötz­lich ein Unbekannter die Beifahrertür auf und bedrohte ihn mit einer Schusswaffe.

Der Malteser sprang dar­auf­hin aus dem Wagen. Der Räuber setzte sich hin­ter das Steuer der Geländelimousine und ver­schwand in unbe­kannte Richtung.

Das ver­meint­li­che Opfer lief zum nahe­ge­le­ge­nen Hauptbahnhof, stieg in ein Taxi und ließ sich zur Polizeiwache Neuss fah­ren. Während der 40-​Jährige den Kriminalbeamten in sei­ner Vernehmung den Vorfall schil­derte, zeig­ten sich erste Ungereimtheiten.

Und tat­säch­lich, die Folgeermittlungen erga­ben, dass der Raub der Geländelimousine vor­ge­täuscht war. Ursprünglich hatte der 40-​Jährige das Fahrzeug im Februar 2018 in Pforzheim ange­mie­tet und wie ver­trag­lich ver­ein­bart nicht recht­zei­tig zurück­ge­ge­ben. Eine dem­entspre­chende Strafanzeige wegen Unterschlagung lag bereits vor.

Ersten Erkenntnissen zu Folge ist der Jeep in der Zwischenzeit ins Ausland ver­scho­ben wor­den. Zur Verschleierung sei­ner Tat zeigte der Geschäftsmann an, dass ihm der Wagen „geraubt” wor­den sei.

Den 40-​Jährigen, ohne fes­ten Wohnsitz in Deutschland, führ­ten die Neusser Ermittler am Mittwoch (07.03.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Richter vor, der einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann erließ. Die wei­te­ren Ermittlungen dau­ern an.

(84 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)