Grevenbroich: Verdacht auf Bombenblindgänger – Ortslage Elsen

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wer­den in Nordrhein-​Westfalen noch Kampfmittel, vor allem Bomben, gefunden. 

Für die Ortslage Elsen /​Fürth besteht nun der kon­krete Verdacht eines Bombenblindgängers. Eine akute Gefährdung besteht zur­zeit jedoch nicht. Die Verdachtspunkte wur­den bei rou­ti­ne­mä­ßi­gen Luftbildauswertungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entdeckt.

Für Montag, 19.03.2018, ist die Untersuchung der betref­fen­den Stelle vor­ge­se­hen. Sollte sich der Verdacht bestä­ti­gen, würde dann die Entschärfung am Dienstag, 20. März 2018 folgen.

Betroffen sein kön­nen alle Personen, die sich in einem Radius von bis zu 1000m um die Stelle herum befin­den. Abschließende Erkenntnisse hierzu wer­den erst am Dienstag, 20. März über die ver­schie­de­nen Medien (Presse, Hörfunk, Soziale Medien, Warnfahrzeuge) ver­brei­tet wer­den kön­nen, da erst mit Offenlegung der Fundstelle der Blindgängertyp ermit­telt wer­den kann.

Die Verwaltung bit­tet schon jetzt alle, die von einer mög­li­chen Evakuierung betrof­fen sein könn­ten, vor­sorg­lich ihre Tagesplanung für den 20. März 2018 so zu gestal­ten, dass ein Aufenthalt in den Gebäuden bis in die Abendstunden nicht not­wen­dig ist.

Nicht explo­dierte Fliegerbomben, sog. Blindgänger, aus dem Zweiten Weltkrieg stel­len immer noch eine erheb­li­che Gefahr dar. Viele lie­gen noch unent­deckt im Boden und wer­den z.B. im Rahmen von Sondierungen für Baustellen oder bei Bauarbeiten gefunden.

Die Sprengkörper von Bombenblindgängern sind jedoch noch intakt und daher genauso gefähr­lich wie zu Zeiten des Krieges. Zum Teil wer­den sie durch die Alterung immer emp­find­li­cher und äußere Einflüsse wie Erschütterungen, Lageänderungen oder Temperaturschwankungen kön­nen dazu füh­ren, dass sie explo­die­ren. Dies ist ein Risiko, das nicht unter­schätzt wer­den darf.

Für die Entschärfung wer­den daher zwei Sicherheitsradien fest­ge­legt. Im ers­ten müs­sen Gebäude eva­ku­iert wer­den, im Zweiten gilt luft­schutz­mä­ßi­ges Verhalten. Eine Evakuierung bedeu­tet, dass Sie Gebäude und Gefahrenbereich für die Zeit der Sprengung oder Entschärfung ver­las­sen müssen.

Luftschutzmäßiges Verhalten bedeu­tet, dass Sie sich wäh­rend der Entschärfung zwar im Gebäude auf­hal­ten dür­fen, aber in Räumen, die vom Bombenfundort abge­wandt lie­gen. Außerdem soll­ten Sie sich nicht in der Nähe von Fenstern auf­hal­ten. Je nach­dem, wie groß die Sprengkraft ist, wer­den die Radien bei­der Sicherheitsradien festgelegt.

Achten Sie daher früh­zei­tig auf Lautsprecherdurchsagen.

Die Stadtverwaltung Grevenbroich wird in den nächs­ten Tagen wei­ter­hin und aktu­ell über die­ses Thema infor­mie­ren. Die Verwaltung bit­tet schon jetzt alle, die von einer mög­li­chen Evakuierung betrof­fen sein könn­ten, vor­sorg­lich ihre Tagesplanung für den 20. März 2018 so zu gestal­ten, dass ein Aufenthalt in den Gebäuden bis in die Abendstunden nicht not­wen­dig ist.

Wer dies auf­grund von kör­per­li­chen Einschränkungen oder ande­ren Gründen nicht kann, wird früh­zei­tig über die loka­len Medien, Flugblätter, etc. ent­spre­chende Ansprechpartner für den Transport und Unterbringungsmöglichkeiten genannt bekom­men. Die Verwaltung bit­tet aus logis­ti­schen Gründen gleich­wohl zunächst um ent­spre­chende Eigeninitiative.

Das Ende der Entschärfung wird durch eine Lautsprecherdurchsage bekannt gege­ben. Informationen über das Ende der Entschärfung erhal­ten Sie auch über die loka­len Medien.

Beamte der Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes wer­den die not­wen­di­gen Absperrungen vor­neh­men, damit nie­mand dem Fundort zu nahe kommt.

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