Meerbusch: Thermografie-​Befliegung abge­schlos­sen – Wärmebilder für Hausbesitzer gibt es ab September

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Rund 8.000 Wärmebildaufnahmen von allen Dächern im Stadtgebiet haben Fachleute des Flugdienstleisters Eurosense in der Nacht zum ver­gan­ge­nen Samstag bei der ers­ten so genann­ten „Thermografie-​Befliegung” Meerbuschs geschossen.

Die Fotos, die aus rund 900 Metern Höhe mit einer hoch auf­lö­sen­den Spezialkamera auf­ge­nom­men wur­den, geben exakte Hinweise dar­auf, wie gut die Wärmedämmung jedes ein­zel­nen Daches im beheiz­ten Zustand ist und wie­viel Wärme das Gebäude über das Dach abstrahlt.

Alle Aufnahmen wer­den jetzt aus­ge­wer­tet und den Hauseigentümern auf Wunsch kos­ten­los zur Verfügung gestellt. Das Interesse war schon unmit­tel­bar nach Bekanntwerden der Befliegung groß. Am Umwelttelefon der Stadtverwaltung herrschte ab Montag Hochbetrieb. „Alle Interessenten müs­sen wir aller­dings noch um Geduld bit­ten”, sagt Johanna Neumann, Klimaschutzmanagerin der Stadt.

Die Auswertung des umfang­rei­chen Fotomaterials wird vor­aus­sicht­lich noch bis September dau­ern, weil schon die Bearbeitung der Rohdaten defi­ni­tiv meh­rere Monate bean­sprucht.” Im Herbst wür­den dann alle Hauseigentümer unauf­ge­for­dert ange­schrie­ben und gebe­ten, eine Datenschutzerklärung zu unter­zeich­nen. Erst dann könne das Bild des jewei­li­gen Hauses her­aus­ge­ge­ben werden.

Über die Fotos erhal­ten Hausbesitzer gezielte Hinweise, wie sie Energiekosten spa­ren und zugleich das lokale Klima scho­nen kön­nen. Handlungsbedarf besteht laut Johanna Neumann auf jeden Fall. „Untersuchungen im Rahmen unse­res Klimaschutzkonzeptes haben erge­ben, dass die pri­va­ten Haushalte gemein­sam mit dem Autoverkehr haupt­ver­ant­wort­lich für die CO2-​Belastung der Meerbuscher Luft sind. Hier müs­sen wir anset­zen.” Wer ein Foto bestellt, kann auch ent­spre­chende Energieberatung in Anspruch nehmen.

Die am ver­gan­ge­nen Wochenende erfolgte „Thermografie-​Befliegung” des Meerbuscher Stadtgebietes und die beglei­tende Berichterstattung in den Medien haben offen­sicht­lich fin­dige Energieberater mit Geschäftssinn auf den Plan gerufen.

Die Berater mel­den sich tele­fo­nisch bei Meerbuscher Bürgern und bie­ten mit Blick auf die Befliegung und deren Ergebnisse eine kos­ten­lose Energieberatung zu Hause an. Entsprechende Hinweise gin­gen heute (Mittwoch) bei der Stadtverwaltung ein.

Klimaschutzmanagerin Johanna Neumann rät von sol­chen ad hoc-​Angeboten ab. „Wie berich­tet beginnt jetzt erst die auf­wän­dige Auswertung der rund 8.000 Wärmebilder, die bei der Befliegung geschos­sen wur­den. Erst im Herbst kön­nen Hausbesitzer dann auch ihr per­sön­li­ches Bild bestellen.”

Jetzt vor­schnell zu reagie­ren, sei des­halb nicht rat­sam. Energieberatungen, die sich kon­kret auf die Ergebnisse der Thermografie-​Befliegung bezie­hen, plant die Stadtverwaltung erst im nächs­ten Schritt.

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