Enkeltrickbetrüger in Neuss erfolg­reich – Täter schei­tern in Dormagen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Röckrath, Dormagen (ots) – Trickbetrüger brach­ten am Dienstag (27.2.2018) eine Seniorin in Neuss um ihr Erspartes und ihren Schmuck. 

Die Polizei erfuhr erst von der per­fi­den Tat, als die Täter bereits mit ihrer Beute über alle Berge waren. Die betro­gene Seniorin schil­derte den Beamten, dass ihr Telefon gegen 10:30 Uhr geklin­gelt habe. In der Leitung habe eine junge Männerstimme in akzent­freiem Deutsch gefragt: „Oma, erkennst Du mich denn nicht?”.

Darauf erkun­digte sie sich, ob es ihr Enkel Stefan (Name geän­dert) sei. Der Mann bejahte. Er berich­tete ihr von einer Notsituation, wegen der er drin­gend 33.000 Euro benö­tige. Der ver­meint­li­che Enkel habe sie nach Bargeld und Schmuck im Haus gefragt.

Während des andau­ern­den Telefonats suchte die hilfs­be­reite Seniorin ein paar hun­dert Euro sowie wert­vol­len Schmuck zusam­men und ließ sich dar­auf ein, die Wertsachen einem angeb­li­chen Freund ihres Enkels zu über­ge­ben, der quasi schon abhol­be­reit vor dem Haus in Röckrath stand.

  • Der „Abholer” war ein gepfleg­ter, schlan­ker Mann von etwa 25 Jahren, mit schwar­zen, locki­gen Haaren, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß.
  • Er trug schwarze Schuhe, sowie eine schwarze Hose und eine schwarze Jacke.

Er ging mit den Wertsachen in Richtung Grefrath davon, wäh­rend der ver­meint­li­che Enkel immer noch am Telefon war und sich mit dem Versprechen ver­ab­schie­dete, nach­mit­tags per­sön­lich zu erschei­nen. Erst als der ange­kün­digte Besuch aus­blieb, flog der Schwindel bei einem Telefonat mit dem ech­ten Enkel auf.

Nun ist der Sachverhalt ein Fall für die Kriminalpolizei. Anwohner oder Passanten, die mög­li­cher­weise Zeugen der Übergabe wur­den oder sich an ver­däch­tige Personen bezie­hungs­weise Fahrzeuge in Tatortnähe erin­nern, wer­den um einen Anruf unter 02131 300–0 gebeten.

Die Polizei bleibt hart­nä­ckig, wenn es darum geht, vor den Machenschaften von Telefonbetrügern zu war­nen. Um zukünf­ti­gen Taten vor­zu­beu­gen gilt es, poten­ti­elle Opfer über das Vorgehen der Kriminellen auf­zu­klä­ren. Sprechen Sie in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis über den Umgang mit sol­chen Anrufen und trans­por­tie­ren Sie fol­gende Verhaltenstipps:

Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich am Telefon tat­säch­lich um den angeb­li­chen Verwandten oder Bekannten han­delt, legen Sie auf und rufen Sie über eine alt­be­kannte Rufnummer zurück. Werden Sie in jedem Fall skep­tisch, wenn über­ra­schend Geldforderungen gestellt wer­den. Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse oder Wertgegenstände in Ihrer Wohnung. Verständigen Sie die Polizei (110), wenn Sie offen­bar Betrüger am Draht hatten.

Wer diese Tipps beher­zigt und die Masche der Täter kennt, bewahrt sich wohl­mög­lich vor gro­ßem finan­zi­el­lem Schaden, wie ein aktu­el­les Beispiel aus Dormagen zeigt.

Im Stadtteil Rheinfeld gin­gen gleich meh­rere Anrufe bei einer betag­ten Dame ein. Über Stunden baute eine angeb­li­che Nichte Druck auf die Seniorin auf, um an das Geld der Dormagenerin zu kommen.

Wieder wurde eine angeb­li­che Notlage als Begründung ange­führt. Letztlich schei­terte der Versuch, weil die Seniorin Zweifel an der Geschichte bekam und eine Verwandte kon­tak­tierte. So flog der Betrugsversuch auf. Die Rheinfelderin erstat­tete Anzeige.

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