Klartext​.NRW: Kreisbauernschaft Neuss-​Mönchengladbach – Landwirte freuen sich über den Frost

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Der bis­lang milde Winter dreht jetzt rich­tig auf und gönnt uns in den nächs­ten Tagen kal­tes Wetter mit viel Sonnenschein. 

Uns Landwirte freut es, denn das Wetter kommt unse­ren Kulturen und Böden zugute“, erklärt Wolfgang Wappenschmidt von der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach.

Die nied­ri­gen Temperaturen wir­ken sich posi­tiv auf die Bodenstruktur aus“, erklärt der Vorsitzende. In fros­ti­gen Nächten ent­stehe die soge­nannte Bodengare. Dabei gefriert das im Boden ent­hal­tene Wasser und dehnt sich aus. Große Erdklumpen wer­den dadurch zer­teilt und zer­krü­melt, der Boden wird also gelo­ckert. „So bekom­men wir per­fekte Bedingungen für die anste­hen­den Frühjahrsarbeiten und die Aussaat von Rüben, Kartoffeln und Co.“, weiß Wappenschmidt.

Die vor dem Winter aus­ge­sä­ten Pflanzen, wie zum Beispiel Winterweizen, haben kein Problem mit der aktu­el­len Kälte, im Gegenteil: sie benö­ti­gen tiefe Temperaturen und Kältereize, um aus ihrer Vegetationsruhe zu erwa­chen. „Man nennt das Vernalisation. Durch die Kälte wird das Wachstum der Pflanzen ange­regt.“ Schaden durch die Kälte wür­den höchs­tens Schädlinge, wie Läuse oder Mücken neh­men. „Noch ein Grund für uns Bauern, dem Frost posi­ti­ves abzu­ge­win­nen“, hebt Wappenschmidt hervor.

Jetzt heißt es abwar­ten, wie der Saisonstart in der Feldwirtschaft gelingt. „Der Frost ist in die­sem Jahr zwar spä­ter als sonst gekom­men, aber noch im Rahmen, wobei wir nicht ver­ges­sen, dass er für einige emp­find­li­che Kulturen wie z.B. Erdbeeren durch­aus zum Problem wer­den kann und hier Schutzmaßnahmen, wie z.B. Abdeckung mit Stroh, erfor­dert“, so der Vorsitzende.

Wichtig sei es nun, dass es nicht zu viel Regen gäbe, damit die Böden wei­ter­hin befahr­bar blei­ben und es bald los­ge­hen kann mit Mais, Rüben und Frühkartoffeln.

(76 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)