Grevenbroich: Dem Erftverlauf wird in der City ein neues Gesicht gegeben

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Jeder, der in den ver­gan­ge­nen Wochen zwi­schen Bahnstraße und Schneckenhaus unter­wegs war, konnte fest­stel­len, dass in die­sem Winter Rückschnitt- und Fällmaßnahmen gro­ßen Umfangs ent­lang der Karl-​Oberbach-​Straße bis in den Bend hin­ein durch­ge­führt wurden. 

Mit die­ser Handlung wer­den meh­rere Ziele ver­schie­de­ner Akteure erreicht. Der Erftverband hatte im Rahmen sei­ner Verkehrssicherungspflicht die Fällung von meh­re­ren geschä­dig­ten oder fehl­ent­wi­ckel­ten Großbäumen vor­zu­neh­men. Diese erfor­der­li­chen Maßnahmen kamen der Idee aus dem poli­ti­schen Raum ent­ge­gen, wie­der freie Blickbeziehungen zur Erft zu schaffen.

Wer noch alte Postkarten oder Fotos kennt, weiß, dass das Erftufer sei­ner­zeit fast nur Gras bewach­sen und von hohen Pappeln beglei­tet war. Der Verwaltung ist es wich­tig, den Grünflächen ihre alte Struktur und ein ver­bes­ser­tes Erscheinungsbild zurück zu geben. In den Randbereichen der soge­nann­ten „Eulenturm Fläche“ wur­den eine Zierkirsche, tote Fichten und eine Walnuss mit star­ker Neigung gefällt.

Die im Eibendickicht durch­ge­wach­se­nen Holunder wur­den ent­fernt und die Eiben wie­der auf ein ver­nünf­ti­ges Maß her­un­ter geschnit­ten. Dem Eulenturm wird mit der Pflanzung geeig­ne­ter Kletterpflanzen seine harte, tech­ni­sche Ausstrahlung genom­men. Gruppen ver­schie­de­ner Ziergehölze wer­den auf der Mühlenseite ergänzt. Eine Dreiergruppe Kupfer-​Felsenbirne wird neben dem Erftboot gepflanzt.

Im Kirchenschiff müs­sen die durch den Buchsbaum-​Zünzler geschä­dig­ten Hecken ersatz­los ent­fernt wer­den. Auf der Böschung nahe dem Kanzlerdenkmal wer­den der stand­ort­fremde Sachalin-​Knöterich und die Triebe des Essigbaums gero­det. In der gemisch­ten Baumreihe an der Karl-​Oberbach-​Str. wer­den Linden gesetzt. Mehrere ein Meter hohe Eibenquader wer­den künf­tig die Abgrenzung zum Parkplatz bilden.

Die Blutpflaume hin­ter dem Fischerbrunnen muss ent­fernt wer­den, da sie einen fort­ge­schrit­te­nen Befall mit Schadpilz hat, der die Standsicherheit gefähr­det. Im wei­te­ren Verlauf der Erft Richtung Sparkasse wird der Uferbewuchs von allen Fehlentwicklungen, Totholz und über­al­ter­tem Gehölz befreit. Nachpflanzungen sind auf­grund des dich­ten Bestandes nicht erforderlich.

Der Übergangsbereich vom Schloßbad zum Hartmanns Garten spielt eine beson­dere Rolle, da ihm eine offene und moderne Ausstrahlung gege­ben wer­den soll. In enger Zusammenarbeit zwi­schen Verwaltung und GWG-​Kommunal wurde die Neuplanung erstellt. Diese wird zu gege­be­ner Zeit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hier einige Impressionen (Bilder(3): Stadt)

Der letzte Abschnitt zwi­schen Sparkasse und Schneckenhaus wird im kom­men­den Herbst bear­bei­tet. Einzelne Bäume waren Sturmereignissen zum Opfer gefal­len, wei­tere sind noch zu ent­neh­men, Erhaltenswertes wird belas­sen, stand­ort­ge­rechte Bäume wer­den nach­ge­pflanzt. An den Stellen, wo der Übergang von der Straße zum Wasser sehr schmal ist und somit eine gewisse Gefahr birgt, wer­den geeig­nete Strauchgehölze vor­ge­se­hen. In ande­ren Teilbereichen wer­den nur Bodendecker belas­sen, so dass hoher Gehölzbewuchs die Sichtachsen nicht mehr behindert.

Dieser kom­ple­xen und arbeits­in­ten­si­ven Pflegemaßnahme sind Ortsbegehungen mit dem Erftverband, dem GWG-​Kommunal und dem Umweltausschuss vor­aus­ge­gan­gen. Das Gesamtkonzept wurde im Umweltausschuss detail­liert vor­ge­stellt und der Beschluss zur Umsetzung gefasst.

Alle Beteiligten sind davon über­zeugt, dass mit die­ser Aktion im Innenstadtbereich die Erft ein neues Gesicht bekommt und für den Besucher attrak­ti­ver und bes­ser erleb­bar wird.

(397 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)