Klartext​.NRW: VBE – Lehrkräfte ver­die­nen mehr Wertschätzung

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Klartext​.NRW – (vbe​-nrw​.de) „Der Lehrermangel ist die größte und wich­tigste Herausforderung für Frau Gebauer. Ohne ori­gi­när aus­ge­bil­dete Lehrerinnen und Lehrer kann es keine welt­beste Bildung geben. 

Ohne aus­rei­chend Lehrkräfte kön­nen Inklusion und Integration kaum gelin­gen. Wir erwar­ten heute klare Signale gegen den Lehrermangel. Ein ent­schei­den­der Schritt wäre es, den glei­chen Lohn für glei­che Arbeit zu zah­len, damit der Beruf attrak­ti­ver wird und Lehrerinnen und Lehrer end­lich mehr Wertschätzung erhalten.

Das wäre eine lang­fris­tige und wirk­same Maßnahme“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anläss­lich der letz­ten Sitzung des Schulausschusses.

Im Schulausschuss steht durch den Antrag der SPD die Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer auf der Tagesordnung. „Es stellt sich für mich die Frage, warum dies nicht bereits von der vor­he­ri­gen Regierung umge­setzt wurde“, so Behlau.

Zum Schuljahresbeginn kün­digte Schulministerin Gebauer an, Grundschullehrkräfte in Zukunft bes­ser bezah­len zu wol­len. Im Januar wurde bekannt, dass im kom­men­den Jahr zunächst die Bezahlung der neu aus­ge­bil­de­ten Lehrkräfte ange­gli­chen wer­den soll. Stefan Behlau: „Es ist für die Kolleginnen und Kollegen unzu­mut­bar, dass die Praxisausbilder an den Schulen in dem Fall schlech­ter bezahlt wer­den wür­den als die jun­gen Anfänger.

Sehr ärger­lich ist, dass die Sek-​I-​Lehrkräfte in der Diskussion außer Acht gelas­sen wer­den. Alle Lehrerinnen und Lehrer ver­die­nen glei­chen Lohn für glei­che Arbeit. Andere Bundesländer sind da schon wei­ter. Ich hoffe, dass wir hier nicht am Ende Schlusslicht wer­den. An A13/​EG13 führt kein Weg vorbei.“

Ein wei­te­rer Punkt im Schulausschuss ist die Jahresplanung des Schulministeriums. „Statt Lehrerinnen und Lehrer für die Messung des Unterrichtsausfalls ein­zu­pla­nen, sollte das Ministerium sie für die Unterrichtsversorgung ein­set­zen. Schule braucht aus­rei­chend ori­gi­när aus­ge­bil­dete Lehrkräfte. Statt unzu­rei­chend vor­be­rei­tete Seiteneinsteiger vor die Klassen zu stel­len, sollte das Ministerium die Vorqualifizierung ange­mes­sen gestal­ten. Wenn schon Seiteneinstieg, dann mit vor­he­ri­ger Ausbildung.

Den Lehrerberuf erlernt kein Mensch neben­bei. Das sen­det her­ab­wür­di­gende Signale an die Kolleginnen und Kollegen und ist auch frus­trie­rend für die Seiteneinsteiger, die sich oft eine bes­sere Vorbereitung wün­schen. Wir for­dern qua­li­ta­tive Maßnahmen und keine Panikreaktionen.“

In NRW feh­len bis zum Jahr 2025 rund 8500 Grundschullehrkräfte

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