Neuss: Pflegeeltern gesucht – Informationsabend für Interessierte im Jugendamt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Rund 170 Neusser Kinder und Jugendliche sind der­zeit bei Pflegeeltern unter­ge­bracht, der Bedarf an wei­te­ren Pflegefamilien ist jedoch groß. 

Das Jugendamt der Stadt Neuss ver­an­stal­tet lädt des­halb gemein­sam mit den Pflegekinderdiensten im Rhein-​Kreis Neuss am Mittwoch, 21. Februar 2018, 17 bis 19 Uhr, zu einem Informationsabend für inter­es­sierte Paare oder Einzelpersonen in das Josef-​Kuchen-​Zimmer (Raum E.616), Neusser Rathauses, Michaelstraße 50 (Eingang 5), ein.

Gesucht wer­den Menschen, die Freude am Zusammenleben mit Kindern haben, über päd­ago­gi­sches Geschick, Einfühlungsvermögen Zeit und Geduld ver­fü­gen sowie offen, tole­rant, belast­bar und kon­flikt­fä­hig sind. Jugenddezernent Ralf Hörsken fin­det: „Es ist sinn­voll, Kinder nicht in Heimen, son­dern in fami­liä­ren Verhältnissen unter­zu­brin­gen. Das ent­spricht schließ­lich unse­rer natür­li­chen Art aufzuwachsen.“

Gesucht wer­den Familien für zwei unter­schied­li­che Betreuungsformen. Dies sind zum einen Bereitschaftsfamilien, die ins­be­son­dere jün­ge­ren Kindern in Notsituation ein Zuhause für kurze Zeit geben, und zum ande­ren Pflegefamilien für Kinder unter­schied­li­chen Alters für län­gere Zeit oder auf Dauer.

Die Pflegepersonen wer­den umfas­send auf ihre Eignung geprüft und auf ihre zukünf­ti­gen Aufgaben vor­be­rei­tet, zudem erhal­ten sie vor und wäh­rend der Aufnahme eines Kindes zur Unterstützung einen fes­ten Ansprechpartner beim Pflegekinderdienst. „Wir las­sen die Pflegeeltern nicht alleine, son­dern beglei­ten sie intensiv.

Die Begleitung beginnt schon vor der Aufnahme des Kindes und dau­ert die gesamte Zeit an, die das Kind gepflegt wird.“ Als Pflegepersonen kom­men auch nicht ver­hei­rate Paare und Alleinstehende in Betracht. Auch gleich­ge­schlecht­li­che Paare zei­gen laut Andreas Kels, Leiter des Pflegekinderdienstes, ver­mehrt Interesse: „Insbesondere seit Einführung der ”Ehe für alle´ ver­zeich­nen wir hier grö­ße­ren Zulauf.“

Grundvoraussetzungen sind ein ein­wand­freies poli­zei­li­ches Führungszeugnis und ein guter Gesundheitszustand. „Wir sind dabei bemüht, nor­male fami­liäre Situationen nach­zu­emp­fin­den“, betont Jeanette Lafon vom Pflegekinderdienst. Hierzu gehört einer­seits, das Alter von Pflegekindern und Eltern einem „natür­li­chen“ Verhältnis ent­spre­chend aus­zu­ta­rie­ren. Andererseits soll der Abstand zwi­schen even­tu­ell vor­han­den eige­nen Kindern der Pflegeeltern und den Pflegekindern auch passen.

Letztlich suchen wir immer die pas­sende Familie für das Kind, denn des­sen Bedürfnisse ste­hen für uns im Vordergrund“, so Lafon. Neben dem Verhältnis zwi­schen Kind und Pflegeeltern muss auch das zwi­schen Pflege- und leib­li­che Eltern stimmen.

Und ein Punkt liegt Lafon beson­ders am Herzen: „Wir sind auch für Eltern da, die in Not sind. Jede Familie wird fle­xi­bel und indi­vi­du­ell unter­stützt, um das Beste für die Kinder zu errei­chen. Die Unterbringung eines Kindes außer­halb der Familie ist für uns immer die letzte Lösung.“

Sollte es doch dazu kom­men, erhal­ten die Pflegeeltern zur finan­zi­el­len Unterstützung ein vom Alter des Kindes abhän­gi­ges Pflegegeld gezahlt, dass sich aus den Beträgen zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes des Pflegekindes und der Anerkennung der Erziehungsleistung zusammensetzt.

Weitere Informationen zur Tätigkeit und zum Informationsabend sind beim Pflegekinderdienst tele­fo­nisch unter 02131/​905189 sowie per EMail an andreas.kels@stadt.neuss.de erhältlich.

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