Rhein-​Kreis Neuss: Elterngeldstelle zieht Bilanz – Jeder vierte Vater nimmt Elternzeit

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Rhein-​Kreis Neuss – Die Elterngeldstelle des Rhein-​Kreises Neuss hatte im letz­ten Jahr mehr zu tun als bisher: 

Die stei­gen­den Geburtenzahlen und die Einführung von Elterngeld plus vor drei Jahren – neben dem her­kömm­li­chen Elterngeld – haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Antragsteller wei­ter ange­stie­gen ist. So gin­gen 2017 ins­ge­samt 5 644 Anträge auf Elterngeld ein – 405 mehr als im Jahr 2016. Insgesamt 5 292 Personen erhiel­ten Elterngeld; das waren 420 mehr als 2016.

Ein Trend der Vorjahre setzt sich fort: Immer mehr Väter erhal­ten Elterngeld. So ist mitt­ler­weile jeder vierte Elterngeld-​Empfänger Vater. Insgesamt 1 334 Väter nah­men im letz­ten Jahr die Elternzeit und damit auch das Elterngeld in Anspruch; das waren 187 mehr als 2016. Besonders stark stieg die Zahl der Väter, die Elterngeld erhiel­ten, in Dormagen (von 129 auf 184), Kaarst (von 112 auf 143), Korschenbroich (von 116 auf 137), Meerbusch (von 121 auf 142) und Neuss (von 399 auf 454).

Insgesamt wur­den 2017 im Rhein-​Kreis Neuss rund 35,2 Millionen Euro Elterngeld aus­ge­zahlt; das sind rund drei Millionen mehr als 2016. Durchschnittlich erhiel­ten die Empfänger im ver­gan­ge­nen Jahr monat­lich 691 Euro.

Klaus Teichert, Leiter der Elterngeldstelle im Familienbüro des Rhein-​Kreises Neuss, weist dar­auf hin, dass Familien für alle Kinder, die nach dem 1. Juli 2015 gebo­ren sind, Elterngeld Plus bean­tra­gen kön­nen. „Das lohnt sich für alle Mütter und Väter, die Elternzeit und Teilzeitarbeit kom­bi­nie­ren wol­len“, so Teichert. „Wer dazu Fragen hat, kann gern zur Beratung in die Elterngeldstelle kommen.“

Nur rund 17 Tage muss­ten Eltern im Rhein-​Kreis Neuss auf die Bearbeitung ihrer Anträge war­ten. Demgegenüber lag der Landesdurchschnitt bei 34 Tagen. Kreisjugendamtsleiterin Marion Klein freut sich über die rela­tiv kur­zen Bearbeitungszeiten: „Durch die gute Internetpräsenz auf der Seite des Rhein-​Kreises Neuss wird das Verfahren für alle Beteiligten ein­fa­cher und schnel­ler”, sagt sie. Viele Eltern infor­mie­ren sich vorab, wel­che Unterlagen sie benö­ti­gen und nut­zen zum Beispiel den Online-Elterngeldrechner.

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​e​l​t​e​r​n​g​eld sowie bei der Elterngeldstelle an der Königstraße 32–34 in Neuss unter Telefon 02131 928‑5161 bis ‑5164 und ‑5167 bis ‑5169 und per E‑Mail unter elterngeld@rhein-kreis-neuss.de.

Das Elterngeld wurde zum 1. Januar 2007 ein­ge­führt. Ziel der Leistung ist es, jun­gen Familien gemein­same Zeit zu gewäh­ren. Darüber hin­aus sollte es dazu bei­tra­gen, dass sich mehr berufs­tä­tige Frauen und ins­be­son­dere Besserverdienende für Kinder ent­schei­den und dass sich Männer stär­ker um die Erziehung küm­mern können.

Das Elterngeld glei­che feh­len­des Einkommen aus, wenn Eltern ihr Kind nach der Geburt betreuen, erläu­tert das Bundesfamilienministerium. Jedoch ist es kein kom­plet­ter Ersatz, denn das Basiselterngeld beträgt ledig­lich 65 Prozent (maxi­mal 1 800 Euro) des monat­li­chen Nettoeinkommens.

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