Neuss: Brandserie Nordstadt auf­ge­klärt – Drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Neuss – Über das veröffentlichte Phantombild und weiteren Hinweisen fokussierten sich die Ermittlungen der Polizei auf einen Tatverdächtigen. Die ersten Verdachtsmomente wurden, über ein Alibi, dennoch entkräften.

Im Verlauf weiterer Ermittlungen eines siebenköpfigen Teams des Kriminalkommissariats 11 erschlossen sich weitere Verdachtsmomente gegen zwei zusätzliche Personen. Alle sind untereinander bekannt und waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, so die Pressesprecherin der Polizei Diana Drawe.

Nach Wohnungsdurchsuchungen und Haftbefehlen befinden sich die Personen nunmehr in Untersuchungshaft. Als Gründe für die Brandstiftungen gaben die Tatverdächtigen bei der Vernehmung, so Kriminalhauptkommissar Dirk Gütte (Leiter der Ermittlungskommission "Furth"), eine "Lust an Löscheinsätzen" an. Dreizehn der vierzehn Brände löschte der Löschzug, in dem die Tatverdächtigen, im Alter von 19, 21 und 22 Jahren, Mitglieder waren. Seitens der Neusser Feuerwehr erfolgte eine umfängliche Unterstützung bei den Ermittlungen der Polizei.

Staatsanwältin Britta Zur (Staatsanwaltschaft Düsseldorf) äußerte sich zu den Haftgründen. Es handle sich um schwer Vergehen und es bestehe durchaus eine Verdunkelungs- und Fluchtgefahr. Auch haben die Tatverdächtigen keine geregelte Tätigkeiten und es drohen mehrjährige Haftstrafen.

Die Schadenshöhe der 14 Brände wird insgesamt mit über 2 Millionen Euro angesetzt.

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