Finanzamt Neuss infor­miert: Keine Belege mehr für die Einkommensteuererklärung

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Mit der Steuererklärung für das Jahr 2017 müs­sen grund­sätz­lich keine Belege mehr ein­ge­reicht wer­den. Die Belege sind auf­zu­be­wah­ren und nur noch auf kon­krete Nachfrage des Finanzamts vorzulegen.

Die Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2017 wird deut­lich ein­fa­cher“, so Hildegard Schmalbach, Leiterin des Finanzamts Neuss. „Erstmalig müs­sen Sie mit der Einkommensteuererklärung nur noch dann Belege an das Finanzamt sen­den, wenn diese in den Formularen aus­drück­lich ver­langt wer­den. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie erst­mals einen Behinderten-​Pauschbetrag bean­tra­gen“, erläu­tert Schmalbach die Neuerung.

Um Kosten bei der Steuererklärung abset­zen zu kön­nen, muss­ten bis­her Belege und Quittungen beim Finanzamt ein­ge­reicht wer­den. Mit dem im Sommer 2016 ver­ab­schie­de­ten Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wurde aus der Belegvorlagepflicht eine Belegvorhaltepflicht.

Bei Bedarf for­dert das Finanzamt die Belege an, die es sehen will. Dazu sind die Belege min­des­tens bis zum Abschluss des Besteuerungsverfahrens auf­zu­be­wah­ren“, erklärt Schmalbach weiter.

Schmalbach emp­fiehlt, die Steuererklärung elek­tro­nisch abzu­ge­ben. „Ohne Belege ist es jetzt noch attrak­ti­ver, die Steuererklärung über die kos­ten­lose Steuersoftware der Finanzverwaltung elek­tro­nisch abzu­ge­ben.“ Nach einer Registrierung unter „ELSTER – Ihr Online-​Finanzamt“ (nähere Informationen unter www​.els​ter​.de) kann die Steuererklärung auf elek­tro­ni­schem Weg – voll­kom­men papier­los und ohne Unterschrift – direkt an das Finanzamt über­mit­telt werden.

Steuerbürger kön­nen bereits jetzt ihre Steuererklärungen beim Finanzamt ein­rei­chen, eine Bearbeitung ist jedoch erst ab Anfang März mög­lich. Hintergrund ist, dass Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen – wie schon in den ver­gan­ge­nen Jahren – bis Ende Februar Zeit haben, die für die Steuerberechnung benö­tig­ten Unterlagen und Daten elek­tro­nisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln.

Dazu zäh­len etwa Lohnsteuer-​Bescheinigungen, Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung und zur Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen.

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