Dormagen: Stadt kann Straße zwi­schen Zons und Stürzelberg nach 30 Jahren end­lich ausbauen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Mehr als 30 Jahre hat es gedau­ert, jetzt ist es end­lich so weit: Zwischen Zons und Stürzelberg müs­sen Autofahrer bald nicht mehr mit Riesenpfützen rech­nen, weil die Straße erst­mals kana­li­siert wird – und auch ein brei­te­rer Radweg sorgt hier künf­tig für mehr Sicherheit.

Manch einer hätte es kaum noch geglaubt, aber bei die­sem Vorhaben haben wir den Gordischen Knoten tat­säch­lich durch­schla­gen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Nach lan­gen Verhandlungen und einer flä­chen­s­pa­ren­den Umplanung in jüngs­ter Zeit ist es der Stadt gelun­gen, alle Grundstücksfragen für den Ausbau der Stürzelberger Straße zu lösen. „Die letzte Einigung ist zum Jahreswechsel erfolgt, sodass wir das Projekt in Angriff neh­men kön­nen“, so Lierenfeld.

Auch das Land zieht dabei mit. Es gab der Stadt jetzt die Genehmigung, schon vor der end­gül­ti­gen Bewilligung der bean­trag­ten Radweg-​Fördermittel von 430.000 Euro zuschuss­un­schäd­lich mit dem Bau zu begin­nen. „Das heißt, dass wir nun die Ausführungsplanungen beauf­tra­gen und dann die Bauleistungen aus­schrei­ben kön­nen“, erläu­tert der Leiter der Technischen Betriebe Dormagen, Gottfried Koch. Das städ­ti­sche Tochterunternehmen hofft, dass die Bagger nach den Sommerferien anrol­len können.

Ein lan­ges geschicht­li­ches Kapitel nähert sich damit sei­nem Abschluss. „Bereits 1987 wurde im dama­li­gen Bezirksausschuss Stürzelberg ein Antrag bera­ten, die 1,5 Kilometer lange Stürzelberger Straße zwi­schen den bei­den Ortsteilen Zons und Stürzelberg aus­zu­bauen“, erin­nert sich Koch.

Das Problem bis­her: Weil die Straße kei­nen Kanal hat und in dem Gelände tiefe Senken vor­han­den sind, bleibt dort bei Regen das Wasser ste­hen. Außerdem ist der vor­han­dene Geh- und Radweg nach heu­ti­gen Vorschriften viel zu schmal und längst sanierungsbedürftig.

Ursprünglich sollte die Straße des­halb mit einer Gesamtbreite von 14 Metern neu ange­legt wer­den, dafür konnte die Stadt aber nicht die Grundstücke erwer­ben“, erläu­tert Koch. 2015 ent­wi­ckel­ten die Technischen Betriebe dann im Auftrag des Bürgermeisters eine neue, deut­lich redu­zierte Planung.

Diese sieht einen Gesamtquerschnitt von ledig­lich noch 8,85 Meter vor“, so Koch. Die Fahrbahn wird künf­tig 5,85 Meter breit sein, dazu kommt auf der Westseite ein drei Meter brei­ter Geh- und Radweg. Alle befes­tig­ten Flächen wer­den an einen Regenwasserkanal angeschlossen.

Koch: „Das gesam­melte Niederschlagswasser wird in einem neuen Becken an der tiefs­ten Stelle in Höhe des Stürzelberger Lindenhofes nach ent­spre­chen­der Vorbehandlung ver­si­ckert.“ Auf der Basis der neuen Planung konnte die städ­ti­sche Liegenschaftsabteilung die Gespräche mit den ver­schie­de­nen Grundstückseigentümern inzwi­schen erfolg­reich zum Abschluss bringen.

Die Baukosten für das Gesamtprojekt lie­gen bei rund 1,2 Millionen Euro. Darin ent­hal­ten sind die Kosten des Radwegs, für den die Stadt den Zuschussantrag beim Land gestellt hat. Im Zuge des Bauprojekts sol­len auch die vor­han­dene alte Wasserleitung zwi­schen den Ortsteilen Stürzelberg und Zons erneu­ert und die bis­he­ri­gen Oberleitungen für Strom und Telefon unter dem Radweg ver­legt werden.

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