Meerbusch: Bau der Bahnunterführung in Osterath kann 2019 beginnen

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Auf dem jahr­zehn­te­lan­gen Weg zum Bau der Bahnunterführung in Osterath ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt getan.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage hat jetzt gemein­sam mit dem Technischen Beigeordneten Michael Assenmacher das grund­le­gende Vertragswerk für das Großprojekt, die so genannte „Eisenbahnkreuzungsvereinbarung”, unterzeichnet.

Grünes Licht dafür hatte der Stadtrat im Dezember ver­gan­ge­nen Jahres gege­ben. „Ich bin froh, dass das Projekt jetzt end­lich in greif­bare Nähe rückt”, so die Bürgermeisterin. „Die Wartezeiten an den Osterather Bahnübergängen mit bis zu 10.000 täg­lich que­ren­den Fahrzeugen sind ein­fach nicht mehr tragbar.”

Die Kreuzungsvereinbarung, die die Stadt mit der Netz AG der Deutschen Bahn und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW schließt, regelt, was, wann und wie gebaut wird und legt fest, wie sich die drei Beteiligten die Kosten auf­tei­len. Die DB Netz AG ist für den Schienenweg ver­ant­wort­lich, Straßen NRW ist Baulastträger der Landesstraßen und Radwege, die Stadt Meerbusch küm­mert sich um die kom­mu­na­len Straßen und die Gehwege im Bereich der neuen Unterführung. Gut 5,3 Millionen Euro wird die Stadt im Zuge des­sen zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 33 Millionen Euro beisteuern.

Der so genannte Planfeststellungsbeschluss für das Großbauwerk wurde schon im Jahr 2006 gefasst, ein Jahr spä­ter wurde er rechts­kräf­tig. Danach geriet das Projekt ins Stocken. Jetzt soll der Bau der Unterführung 2019 begin­nen und 2023 fer­tig gestellt wer­den. Wie die Unterführung aus­se­hen soll, steht seit 2006 fest (siehe Modell). Lediglich gestal­te­ri­sche Veränderungen kön­nen in Abstimmung der drei Vertragsbeteiligten noch vor­ge­nom­men werden.

In der Kreuzungsvereinbarung sind unter ande­rem alle Einzelmaßnahmen auf­ge­führt, die für das Gesamtprojekt nötig sind. Grundbedingung: Die bestehen­den Bahnübergänge an der Meerbuscher Straße“, an der Strümper Straße“ und am Hoterheideweg wer­den geschlos­sen, die Schranken ver­schwin­den. Eine Querung der Gleise ist dann hier nicht mehr möglich.

Der Verkehr aus Meerbuscher – und Strümper Straße wird in einem gro­ßen Kreisverkehr unter dem Gleiskörper zusam­men­ge­führt. Dazu wer­den ins­ge­samt vier große Straßenrampen gebaut, die die Autos in den Kreisverkehr lei­ten. Fußgänger und Radfahrer errei­chen die Unterführung über eine Rampe von der Straße „An der Bundesbahn”. Im Bereich des Kreisverkehrs wird es zudem zwei Fußgängerbrücken geben. Bahnfahrgäste errei­chen die Gleise über bar­rie­re­freie Zugänge. Wegfallende Parkplätze wer­den ersetzt. Auf der Osterather Gleisseite der Meerbuscher Straße wird ein Kreisverkehr ent­ste­hen, der den Verkehr aus dem Ortskern zum neu gestal­te­ten Bahnhofsvorplatz mit Taxistand und „Kiss-and-Ride”-Vorfahrt führt.

In der ers­ten Bauphase ab 2019 soll die DB Netz AG zunächst alle Arbeiten erle­di­gen, die mit dem Gleiskörper zusam­men­hän­gen, dann beginnt in Regie von Straßen NRW der Bau der Zufahrtsstraßen zur Unterführung.

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