Klartext​.NRW: Eltern ent­schei­den – Schulbesuch bei extre­mer Witterung

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Klartext​.NRW – schul​mi​nis​te​rium​.nrw​.de – Bei extre­men Witterungsverhältnissen ent­schei­den die Eltern selbst, ob der Weg zur Schule zumut­bar ist, und infor­mie­ren die Schule unver­züg­lich dar­über, dass ihr Kind am betref­fen­den Tag inso­fern am Unterricht nicht teil­neh­men wird (vgl. Zf. 2.1 des Runderlasses des Kultusministeriums vom 29.05.2015 – BASS 12–52 Nr. 1).

Die Entscheidung über eine Schließung der Schule wegen extre­mer Witterungsverhältnisse liegt im Verantwortungsbereich der Schulträger, die für die Sicherheit der Schulgebäude und Schulanlagen ver­ant­wort­lich und für die Schülerbeförderung zustän­dig sind sowie bei den jewei­li­gen Schulleitungen.

Bei der Entscheidung hat die Schulleitung gemein­sam mit dem Schulträger die kon­krete ört­li­che Situation zu berück­sich­ti­gen und eine Abwägung der Gesamtumstände vor­zu­neh­men. Dabei sind neben Sicherheitsfragen das Schulgebäude und das Schulgelände betref­fend auch Fragen der Schülerbeförderung, der Vermeidung von Unterrichtsausfall und des bestehen­den Betreuungsbedarfes ins­be­son­dere für jün­gere Schülerinnen und Schüler berufs­tä­ti­ger Eltern mit in den Blick zu nehmen.

Die Witterungsverhältnisse kön­nen zudem von Ort zu Ort sehr ver­schie­den sein und dem­zu­folge unter­schied­li­che Verkehrsverhältnisse ver­ur­sa­chen. Hinzu kommt, dass bei grö­ße­ren Einzugsbereichen der Schulen einige Schülerinnen und Schüler pro­blem­los die Schule errei­chen kön­nen, wäh­rend andere Schwierigkeiten haben. Es wäre aber unver­hält­nis­mä­ßig, wenn bei­spiels­weise bei par­ti­el­len Schulwegproblemen der gesamte Unterricht der Schule aus­fällt und die­je­ni­gen, die die Schule errei­chen, nicht unter­rich­tet, son­dern ledig­lich betreut oder beauf­sich­tigt würden.

Dass bei schwie­ri­gen Verkehrsverhältnissen Klassen zeit­weise nur mit weni­gen Schülerinnen und Schüler besetzt sein kön­nen, recht­fer­tigt ins­be­son­dere mit Blick auf die Schulpflicht und dem damit ver­bun­de­nen Recht des ein­zel­nen Kindes auf schu­li­sche Bildung keine Einstellung des Unterrichtsbetriebs.

Damit Schulleitungen – ebenso wie Schulträger – eine mög­lichst gesi­cherte Entscheidung über das ob und wann einer Schulschließung tref­fen kön­nen, ist die Gefährdungseinschätzung der für Gefahrenabwehr zustän­di­gen Behörden ein­zu­ho­len (Polizei, Feuerwehr, Deutscher Wetterdienst). Die Bezirksregierungen ste­hen den Schulleitungen und Schulträgern für ent­spre­chende Anfragen zur Verfügung.

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