Rhein-​Kreis Neuss: CDU-​Kreistagsfraktion unter­stützt die Belange der Hilfsorganisationen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Gleich zu Beginn des Jahres kamen die Geschäftsführer der Hilfsorganisationen MHD, DRK und JUH mit dem Kreistagsabgeordneten Bernd Ramakers, Vorsitzender des Rettungsausschusses des Rhein-​Kreises Neuss, zu einem Meinungsaustausch zusammen.

Dabei ging es im Wesentlichen um die Nachwuchsgewinnung bei den Hilfsdiensten, aber auch um die Mitarbeit im Katastrophenschutz sowie um die Vergabe des Rettungsdienstes. Auch das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte kam zur Sprache.

Bernd Ramakers bedau­erte den Respektverlust gegen­über Feuerwehren, Polizei und Rettungskräften. „Wenn Einsatzkräfte atta­ckiert oder beschimpft wer­den, darf das nicht igno­riert wer­den“. Ramakers ver­wies dar­auf, dass der Bundestag im ver­gan­ge­nen Jahr den Strafrahmen für Angriffe auf Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute ver­schärft habe. „Das gilt“, so Ramakers, „auch für die­je­ni­gen, die Rettungseinsätze behin­dern, also auch Gaffer oder Personen, die Notfall-​Gassen blockieren“.

Bei jedem Einsatz zähle der Faktor Zeit, ob bei einem Brand, bei einem Notfall oder bei einem Massenanfall von Verletzten oder bei Katastrophen. „Feuerwehren, DRK, JUH, MHD, THW und DLRG sind das Rückgrat des Katastrophenschutzes. Würde die Funktionsfähigkeit die­ser Organisationen ein­ge­schränkt, wäre eine nach­hal­tig ver­schlech­terte Versorgung mit Hilfsleistungen der betrof­fe­nen Bevölkerung die Folge“, so Ramakers. „Deshalb wird sich der zustän­dige Fachausschuss des Rhein-​Kreises Neuss auch mit der per­so­nel­len und mate­ri­el­len Ausstattung der Katastrophenschutzeinheiten beschäf­ti­gen und Handlungshilfen erarbeiten“.

Sorge berei­tet den Hilfsorganisationen aller­dings die Vergabe von Rettungsdienstaufträgen. Hintergrund ist, dass die Kreisverwaltung erst­mals einen pri­va­ten Dienstleister mit der Wahrnehmung des Krankentransportdienstes unter Vertrag genom­men hat. Zudem beob­achte man die Versuche eines Konzerns, auch im Rhein-​Kreis-​Neuss Rettungsdienstaufträge zu erhalten.

Nach Auffassung des Ausschussvorsitzenden Ramakers sei im Prinzip wenig dage­gen ein­zu­wen­den, dass ein pri­va­ter Dienstleister im öffent­li­chen Auftrag tätig würde. „Ich bin nur nicht dafür, dass der sen­si­ble Bereich des Notfalldienstes den freien Kräfte des Marktes über­las­sen bleibt“, so der CDU-​Politiker, der die wei­tere Entwicklung mit größt­mög­li­cher Sorgfalt betrach­ten will.

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