Neuss: Neujahrsempfang des Katholikenrates – Kirche muss den Menschen zuge­wandt sein

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Sie können Ihre Zuwendung über "LaterPay", "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Lokale Nachrichten aus und für den Rhein-Kreis Neuss
Ihre Unterstützung sichert den Fortbestand unabhängiger Lokalnachrichten von Klartext-Ne.de
€20,00
€50,00
€100,00
Powered by

Neuss – Den Auftakt in das welt­li­che neue Jahr fei­erte der Katholikenrat Rhein-​Kreis Neuss jetzt mit einem Empfang im Kloster Immaculata.

Nachdem es im ver­gan­ge­nen Jahr anläss­lich des Reformationsjubiläums einen gemein­sa­men Empfang mit der evan­ge­li­schen Kirche gege­ben hatte, kehr­ten die Laienvertretung für das Kreisdekanat nun wie­der an den ange­stamm­ten Ort zurück.

Nach der Feier der Heiligen Messe in der Klosterkapelle durch den Kreisdechanten Msgr. Guido Assmann konnte der Vorsitzende Walter Pesch eine statt­li­che Anzahl von Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft begrü­ßen, dar­un­ter auch zahl­rei­che Mitglieder der erst im November neu gewähl­ten Pfarrgemeinderäte. Mit Blick auf aktu­elle Debatten über poli­ti­sche Predigten und Äußerungen von Kirchenvertretern stellte Pesch die Frage „Was würde Jesus dazu sagen?“

v.l. Cornel Hüsch, Bruno Robeck, Walter Pesch, Guido Assmann

In jedem Falle sei Jesus in sei­nen Aussagen poli­tisch gewe­sen, ein gewalt­freier Revolutionär, ein fried­li­cher Reformer und jemand, der dem Menschen zuge­wandt war.

Und alleine des­halb kann es nach mei­nem Dafürhalten keine unpo­li­ti­sche Kirche und unpo­li­ti­sche Predigten geben.“ Die Kirche müsse mit kla­rer Sprache Positionen ver­tre­ten – mal kon­ser­va­tiv, mal pro­gres­siv, aber immer den Anliegen der Menschen zuge­wandt.

Die Zuwendung an die Menschen stand auch im Mittelpunkt des Festvortrags, den Pater Bruno Robeck OCist, Prior des Zisterzienserklosters Langwaden, hielt. Unter dem Titel „Die Sorge um die „Kleinen” – eine alte Tradition mit neuen Herausforderungen“ führte er aus, dass Spiritualität und Dienst am nächs­ten untrenn­bar zusam­men­ge­hö­ren und nicht gegen­ein­an­der aus­ge­spielt wer­den dür­fen.

Die Kirche sei in der Gesellschaft als „Kümmerer“ akzep­tiert, dürfe aber nicht auf diese Dimension des Glaubens redu­ziert wer­den, sonst würde die Gesellschaft geist­lich ver­ar­men. Als posi­ti­ves Beispiel für das Zusammenspiel von Fürsorge und Seelsorge nannte Robeck das „Netzwerk Mensch“ sei­nes Klosters, das rund 40 Männern ein Obdach und ein Zuhause gebe.

Im Zuge des Empfangs kün­digte Walter Pesch an, bei der Vorstandswahl im Februar nicht mehr als Vorsitzender zu kan­di­die­ren. Als seine Nachfolgerin schlägt der Vorstand die Grevenbroicherin Jutta Köchner vor, das engere Vorstandsteam sol­len Adolf Thöne (Dormagen) und Thomas Kaumanns (Neuss) als stell­ver­tre­tende Vorsitzende ergän­zen. Dank an Pesch und Grüße an alle Gäste über­brachte der stell­ver­tre­tende Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, Cornel Hüsch.

(22 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)