Neuss: Eheleute von Trickdieb bestoh­len – Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Betrügern

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Norf (ots) – Am Mittwoch (10.01.), gegen 10:00 Uhr, ver­schaffte sich ein unbe­kann­ter Mann unter einem faden­schei­ni­gen Grund Einlass in die Wohnung eines Seniorenpaares auf dem Birkweg. 

Der Unbekannte hatte die Ehefrau zunächst auf dem Nachhauseweg ange­spro­chen und ihr ein Geschenk ver­spro­chen. Im Verlauf des Gesprächs hatte er der über 80-​Jährigen vor­ge­gau­kelt, sie aus einem Krankenhausaufenthalt zu ken­nen. In der Wohnung ging es dann sehr schnell.

Obwohl der daheim­ge­blie­bene und per­plexe Ehemann des Opfers den Unbekannten in der Diele zur Rede stellte, gelang es die­sem, mit einem Schmuckkästchen als Beute zu flüch­ten. Das Opfer ver­folgte den Dieb, bis es ihn an der nächs­ten Einmündung aus den Augen ver­lor. Dort stieg der Täter in einen hel­len Wagen (Typ und Kennzeichen sind nicht bekannt).

Die Eheleute kön­nen den Flüchtigen, der mit „aus­län­di­schem” Akzent sprach, fol­gen­der­ma­ßen beschreiben:

Etwa 35 Jahre alt, unge­fähr 170 Zentimeter groß, schwarze kurze Haare, dunkle Bekleidung mit Schirmmütze, unge­pfleg­tes Erscheinungsbild.

Die Polizei bit­tet Zeugen, die ver­däch­tige Beobachtungen im Tatortbereich gemacht haben oder Hinweise auf die Identität der flüch­ti­gen Person oder den hel­len Wagen geben kön­nen, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131 3000 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei gibt fol­gende Präventionstipps und bit­tet in die­sem Zusammenhang auch Angehörige und Nachbarn von älte­ren Menschen, mit die­sen über die Machenschaften der Täter zu sprechen:

Für Trickdiebinnen und Trickdiebe, die in Wohnungen aktiv wer­den, gibt es nur ein ein­zi­ges ernst­haf­tes Hindernis, das sie über­win­den müs­sen, um zum Erfolg zu kom­men: die gesperrte oder geschlos­sene Wohnungstür. Daher soll­ten Sie zum Schutz vor Trickdieben fol­gende Ratschläge beherzigen.

Seien Sie vor­sich­tig, wenn Sie von Fremden auf der Straße ange­spro­chen wer­den. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung und neh­men Sie diese nicht mit in die Wohnung! Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch. Öffnen Sie die Wohnungstür nie­mals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an. Ziehen Sie tele­fo­nisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbe­kannte Besucher vor der Tür ste­hen, oder bestel­len Sie die Besucher zu einem spä­te­ren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwe­send ist.

Überlegen Sie bei angeb­li­cher hil­fe­be­dürf­ti­ger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirk­lich ken­nen? Warum wen­den sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, son­dern an eine (abge­le­gene) Privatwohnung? Machen Sie bei hil­fe­be­dürf­ti­ger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu tele­fo­nie­ren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hin­aus­zu­rei­chen, und hal­ten Sie dabei die Tür geschlossen.

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