Rhein-​Kreis Neuss: Neuer Service – Digitales Baulastenverzeichnis eingerichtet

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Der Rhein-​Kreis Neuss emp­fiehlt, beim Kauf eines Grundstücks grund­sätz­lich abzu­klä­ren, ob dar­auf eine soge­nannte Baulast liegt. 

Für die Gemeinde Rommerskirchen besteht jetzt ein digi­ta­les Baulastenverzeichnis. Die Einsichtnahme ist kos­ten­los und nach tele­fo­ni­scher Anmeldung inner­halb der Öffnungszeiten mög­lich. Ein zeit­auf­wen­di­ges Sichten von Akten ent­fällt, da alle Baulasten am Gillbach bei der zustän­di­gen Bauaufsicht des Rhein-​Kreises Neuss in der Geodatenauskunft hin­ter­legt sind. Über den neuen Service freuen sich der zustän­dige Dezernent Karsten Mankowsky, Jürgen Schlabohm, Leiter des Amtes für Bauaufsicht, und Birthe Hüttemann vom Katasteramt, die die Software ent­wi­ckelt hat.

(von l.n.r.) Für die Gemeinde Rommerskirchen besteht jetzt ein digi­ta­les Baulastenverzeichnis. Darüber freuen sich Jürgen Schlabohm, Birthe Hüttemann und Karsten Mankowsky. Foto: S. Büntig/​Rhein-​Kreis Neuss

Der Blick ins Grundbuch allein ist nicht aus­rei­chend, um von even­tu­el­len Belastungen eines Grundstücks Kenntnis zu erlan­gen. Neben dem Grundbuch, das bei den Amtsgerichten geführt wird und über zivil­recht­li­che Eigentumsverhältnisse und Belastungen Auskunft gibt, gibt es das Baulastenverzeichnis bei den zustän­di­gen Bauaufsichtsbehörden. Baulasten sind öffentlich-​rechtliche Verpflichtungen von Grundstückseigentümern zu einem ihre Gelände betref­fen­den Tun, Dulden oder Unterlassen, die sich nicht schon aus öffentlich-​rechtlichen Vorschriften erge­ben. Damit wird die Bau- bezie­hungs­weise Nutzungserweiterung eines ande­ren Grundstücks ermöglicht.

Häufige Baulasten sind zum Beispiel die Sicherung der Erschließung eines Grundstücks, das Bauen zu ermög­li­chen, auch wenn der Grenzabstand zu gering ist, eine Anbauverpflichtung, ein not­wen­di­ger Stellplatznachweis auf frem­dem Grundstück oder die bau­recht­li­che Vereinigung von Grundstücken.

Beim Kauf eines Grundstücks wer­den die Käufer häu­fig im Notarvertrag nur dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es ein Baulastenverzeichnis gibt, durch Formulierung wie: „Die Parteien wer­den dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der Notar das Baulastenverzeichnis nicht ein­ge­se­hen hat.“ Auskünfte, ob eine Baulast exis­tiert, ist tele­fo­nisch unter der Rufnummer 0 21 81/​601 63 25 mög­lich. Darüber hin­aus­ge­hende Auskünfte sind gebüh­ren­pflich­tig, daher benö­ti­gen die Mitarbeiter eine schrift­li­che Anfrage.

Diese Anfrage muss die Daten des Gebührenrechnungsempfängers (Antragsteller, Postanschrift) und die genaue Bezeichnung des/​der Grundstücke beinhal­ten. Es ist not­wen­dig, die Gemarkung sowie die Flur- und Flurstücksnummern aller Grundstücke anzu­ge­ben, über die eine Baulasten-​Auskunft bean­tragt wird. Die schrift­li­che Anfragen kön­nen form­los per Fax, Mail oder Brief gesen­det wer­den. Die Faxnummer lau­tet 0 21 81/​601 63 99 (Betreff: Baulastenauskunft), die E‑Mail-​Adresse bauaufsicht@rhein-kreis-neuss.de, die Postanschrift Amt für Bauaufsicht, Lindenstraße 10, 41515 Grevenbroich.

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