Neuss: Sprinter wird Opfer der Flammen – Brandserie geht wei­ter – Phantombild

Neuss (ots) – Gegen kurz nach 2 Uhr, am Mittwochmorgen (3.1.) rück­ten Feuerwehr und Polizei zu einem Fahrzeugbrand an der Stingesbachstraße, Ecke Furtherhofstraße aus. Ein Mercedes Sprinter stand dort in Flammen.

Im Anschluss an die Löscharbeiten nah­men Polizeibeamte der Kripo das Fahrzeugwrack in Augenschein und stell­ten es zu Beweiszwecken sicher. Aussagen von Zeugen deu­ten dar­auf hin, dass der Transporter vor­sätz­lich in Brand gesteckt wurde.

Die eigens ein­ge­rich­tete Ermittlungskommission „Furth”, die sich mit den seit Oktober 2017 gehäuft auf­tre­ten­den Brandstiftungen an Kraftfahrzeugen im Neusser Norden beschäf­tigt, wer­tet der­zeit neu gewon­nene Erkenntnisse im Zusammenhang mit der aktu­el­len Tat aus und geht den Zeugenhinweisen von Anwohnern nach.

Phantombild eines Tatverdächtigen

Bereits nach der Veröffentlichung eines Phantombildes (Pressemitteilung vom 22.11.2017) waren Hinweise aus der Bevölkerung ein­ge­gan­gen, die jedoch bis dato nicht zur Festnahme eines Tatverdächtigen führ­ten.

Seinerzeit hatte eine Zeugin einen unbe­kann­ten Mann, 20 bis 25 Jahre alt, etwa 165 Zentimeter groß und von nor­ma­ler Statur, mit dunk­len Haaren und einem Seitenscheitel sowie einem Dreitagebart beschrie­ben, der in unmit­tel­ba­rer zeit­li­cher und ört­li­cher Nähe zum dama­li­gen Fahrzeugbrand – eben­falls an der Stingesbachstraße – gese­hen wor­den war.

Die ein­zel­nen Brandlegungen haben fast alle gemein­sam, dass ihre Tatorte im Neusser Norden und die Tatzeiten in der Regel zwi­schen 1 und 3 Uhr nachts lie­gen. Auch wenn die Ermittler von einem Zusammenhang aus­ge­hen, muss in jedem ein­zel­nen Fall auch die Möglichkeit einer Nachahmungstat durch soge­nannte „Trittbrettfahrer” in Betracht gezo­gen wer­den.

Die Ermittlungen der Brandexperten, die sich inzwi­schen auf 13 Taten erstre­cken, lau­fen auf Hochtouren. Die Polizei bezieht zudem den Neusser Norden ver­stärkt in ihre Streifentätigkeit ein, um dem oder den mög­li­chen Tätern auf die Spur zu kom­men.

Durch eine erhöhte Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger, hofft die Polizei zudem auf wich­tige Hinweise zu ver­däch­tige Personen, die, zumeist im Schutz der Dunkelheit, an gepark­ten Fahrzeugen mani­pu­lie­ren oder sich mög­li­cher­weise durch prah­le­ri­sche Äußerungen im Freundeskreis die­ser Taten rüh­men.
Hinweise zu Personen, die für die Reihe von Brandstiftungen oder ein­zelne Taten ver­ant­wort­lich zeich­nen könn­ten, nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02131 300–0 ent­ge­gen.

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