Polizei im Rhein-​Kreis Neuss zieht Bilanz der Silvesternacht – Frauen mit Raketen beschossen

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Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Die Polizeibeamtinnen und ‑beam­ten, die zum Jahreswechsel Dienst im Rhein-​Kreis Neuss ver­sa­hen, nah­men am Silvesterabend und Neujahrsmorgen ins­ge­samt 67 Einsätze (Vorjahr 89) wahr, die in direk­tem Bezug mit den Feierlichkeiten standen.

Erfreulicherweise kam es trotz aus­ge­las­se­ner Stimmung auf den Straßen nicht zu Angriffen gegen­über den Ordnungshütern (Vorjahr 2 Widerstandsanzeigen). Vereinzelt gerie­ten jedoch Feiernde in Streit und die Polizei musste schlich­tend ein­grei­fen. Hierbei spielte mit­un­ter auch über­mä­ßi­ger Alkoholkonsum eine Rolle.

In Grevenbroich an der Bahnstraße gerie­ten, gegen kurz vor 5 Uhr mor­gens, vor einer Lokalität meh­rere Personen anein­an­der. Die Stimmung war auf­ge­heizt und führte zu zahl­rei­chen Platzverweisen. Gegen einen 23-​jährigen Grevenbroicher wurde in die­sem Zusammenhang Anzeige wegen Körperverletzung erstat­tet. Ein ähn­li­cher Einsatz fand bereits, gegen kurz nach Mitternacht, an der Hans-​Sachs-​Straße (Grevenbroich-​Orken) statt. Auch hier waren meh­rere Personen in Streit gera­ten, was letzt­lich in einer kör­per­li­chen Auseinandersetzung endete. Darüber hin­aus führte unter ande­rem der unsach­ge­mäße und zum Teil gefähr­li­che Umgang mit Feuerwerkskörpern zu Anzeigen.

An der Yorckstraße in Neuss endete eine Auseinandersetzung dar­über mit dem Einsatz eines Reizstoffsprühgerätes (mög­li­cher­weise „Pfefferspray”) durch eine 33-​jährige Mönchengladbacherin, die sich nun einem Ermittlungsverfahren wegen gefähr­li­cher Körperverletzung stel­len muss.

Insgesamt beläuft sich die Anzahl der Körperverletzungsdelikte bis­lang auf 16 Fälle (Vorjahr 4).

In der Neusser Innenstadt schil­der­ten Zeugen, dass an der Elisenstraße, gegen 0:40 Uhr, aus einem fah­ren­den Auto her­aus eine Silvesterrakete gezün­det wor­den sei. Hierdurch erlit­ten vier junge Frauen leichte Verletzungen. Die Polizei bit­tet mög­li­che wei­tere Zeugen, um Hinweise auf den schwar­zen Kleinwagen und des­sen vier bis fünf Insassen (Telefon 02131 300–0).

Zehnmal (Vorjahr 15) rückte die Polizei gemein­sam mit der Feuerwehr zu Bränden aus. In den meis­ten Fällen waren Abfallcontainer betrof­fen. Besonders zu nen­nen ist ein Dachstuhlbrand an der Itterstraße in Dormagen (Pressemitteilung vom 01.01.2018). Am Neujahrsmorgen, gegen 04.20 Uhr, griff der Brand einer Mülltonne auf ein Einfamilienhaus über. Die Ermittlungen zur Brandursache dau­ern an.

Acht Ruhestörungen (Vorjahr 13) wur­den durch Bürgerinnen und Bürger im Rhein-​Kreis Neuss der Polizei gemel­det. Fünf Anzeigen nah­men die Ordnungshüter wegen Sachbeschädigungen auf (Vorjahr 4). Am Hamtorwall in Neuss konn­ten zwei Männer gestellt wer­den, nach­dem einer von ihnen die Scheibe einer Gaststätte ein­ge­schla­gen hatte. Der 17-​jährige Tatverdächtige ver­letzte sich hier­bei so stark an der Hand, dass er einem Krankenhaus zuge­führt wurde. Er muss sich nun straf­recht­lich wegen Sachbeschädigung verantworten.

Insgesamt zieht die Kreispolizeibehörde Rhein-​Kreis Neuss ein posi­ti­ves Resümee der Silvesterfeierlichkeiten und wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Jahr 2018.

(792 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

1 Kommentar

  1. In was für einen Recht Staat leben wir eigent­lich? Da setzt eine Frau Pfefferspray ein weil sie sich ver­tei­di­gen muss und weil sonst wer weiß was pas­siert wäre und sie muss sich vor einem Gericht wegen schwe­rer Körperverletzung recht­fer­ti­gen? UNFASSBAR UND KEINER SAGT WAS!!

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