Neuss: Mobilität in Städten – Haushalte wer­den befragt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die all­täg­li­che Mobilität der Bevölkerung in Neuss steht im Mittelpunkt einer Haushaltsbefragung, die von der Technischen Universität Dresden zu Beginn des Jahres 2018 gestar­tet wird. 

Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2018“, das in mehr als 120 deut­schen Städten und Gemeinden zeit­gleich läuft. Das Projekt lie­fert wich­tige Erkenntnisse und Grunddaten für die ört­li­che und regio­nale Verkehrsplanung.

Die Befragung rich­tet sich an Bürgerinnen und Bürgern aus allen Bevölkerungsschichten. Es geht bei­spiels­weise darum, ob und mit wel­chen Verkehrsmitteln sie im Alltag unter­wegs sind und wel­che Entfernungen dabei zurück­ge­legt wer­den. Da die Voraussetzungen für die Mobilität indi­vi­du­ell sehr unter­schied­lich sein kön­nen, wird bei­spiels­weise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täg­li­chen Wege gefragt.

Die anony­mi­sierte Auswertung der erho­be­nen Daten lie­fert ein aktu­el­les Bild der stadt- bzw. gemein­de­spe­zi­fi­schen Verkehrsentwicklung. Es wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten bzw. Gemeinden ähn­li­cher Größenordnung. Die Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 150.000 Personen erlaubt dar­über hin­aus die Analyse stad­t­über­grei­fen­der Trends, die von der Verkehrsplanung zu berück­sich­ti­gen sind. Hierzu gehört bei­spiels­weise auch die all­ge­meine Nutzung von Carsharing-​Angeboten und Elektrofahrrädern.

Die Neusser Stadtverwaltung und die TU Dresden bit­ten alle aus­ge­wähl­ten Haushalte, sich an der Befragung zu betei­li­gen. Jeder Haushalt steht stell­ver­tre­tend für einen Teil der gesam­ten Bevölkerung und wird des­halb gebraucht. Nur durch die aktive Mitwirkung mög­lichst vie­ler Bürgerinnen und Bürger kön­nen reprä­sen­ta­tive Daten gewon­nen wer­den, die für eine bedarfs­ge­rechte Verkehrsplanung uner­läss­lich sind. Auch Personen, die nur sel­ten unter­wegs sind, wer­den aus­drück­lich zur Mitwirkung auf­ge­ru­fen, da das Verkehrsverhalten der gesam­ten Wohnbevölkerung erfasst wer­den soll.

Die Befragung beginnt im Januar 2018 und läuft über zwölf Monate. Die Adressen der aus­ge­wähl­ten Haushalte wur­den per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezo­gen. Diese Haushalte erhal­ten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung infor­miert und um ihre Mitwirkung bit­tet. Die Teilnahme an der Erhebung ist frei­wil­lig. Die Erhebung wird als telefonisch-​schriftliche Befragung durch­ge­führt. Für die kom­for­ta­ble Erfassung der Antworten steht am Telefon geschul­tes Interviewpersonal zur Verfügung. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-​Zugang im Internet zu beant­wor­ten. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.

Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut Omnitrend GmbH beauf­tragt. Dort wer­den alle Daten erfasst, anony­mi­siert und zur Auswertung an die TU Dresden über­ge­ben. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes ist gewähr­leis­tet. Das als „System reprä­sen­ta­ti­ver Verkehrsbefragungen“ (SrV) kon­zi­pierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begrün­det. Durch die regel­mä­ßige Wiederholung die­ser Untersuchung im Abstand von fünf Jahren lie­gen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zei­gen unter ande­rem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemein­de­spe­zi­fisch große Unterschiede auf­wei­sen kön­nen. Umso wich­ti­ger ist es, die ört­li­che Verkehrsplanung durch regel­mä­ßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen.

Weiterführende Informationen sind unter http://tudresden. de/​srv2018 zu fin­den. Für Rückfragen steht unter 0800 – 830 1830 ein kos­ten­lo­ses Infotelefon zur Verfügung.

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