Neuss: Parteivorsitz vakant – Benno Jakubassa tritt ab – Michael Ziege stellt sich vor

Neuss – Nach über 20 Jahren zieht sich das SPD Urgestein, Benno Jakubassa, vom Parteivorsitz der Neusser SPD zurück. Als ein mög­li­cher Nachfolger stellt sich Michael Ziege der Lesern von Klartext​-NE​.de vor.

Liebe Leserin, lie­ber Leser von Klartext​-NE​.de, mein Name ist Michael Ziege, ich bin 30 Jahre alt, beende gerade mein Lehramtsstudium (Mathematik/​Physik) und ich bewerbe mich um den Vorsitz der Neusser SPD. Der Herausgeber die­ser Seite gibt den Kandidaten die Möglichkeit sich und die eige­nen Ideen vor­zu­stel­len.

Ich finde diese Möglichkeit gut, schließ­lich sind Sie unser Ansporn, Politik zu machen, und so ist es sicher­lich auch für Sie span­nend zu sehen, wie sich die SPD nach 22 Jahren mit Benno Jakubassa als Parteivorsitzenden neu auf­stellt.

Wer bin ich?

Micheal Ziege, Kandidat SPD Parteivorsitz

Ich bin seit 2002 Mitglied der SPD in Neuss und trage seit Februar 2003 Verantwortung in ver­schie­dens­ten Funktionen in der Stadt und im Kreis Neuss.

So dufte ich jeweils zwei Jahre Vorsitzender der Jusos im Kreis und in der Stadt Neuss sein und konnte dabei unsere Partei akti­ver und jün­ger machen.

Seit fünf Jahren unter­stütze ich als stell­ver­tre­ten­der Vorsitzender Benno Jakubassa im SPD-​Stadtverband und konnte in die­ser Funktion die Partei aktiv mit­ge­stal­ten. In die­ser Zeit war ich für zahl­rei­che Wahlkämpfe mit­ver­ant­wort­lich.

So war ich bei der Entwicklung und Organisation des Bürgermeister-​Wahlkampfes 2015 mit dem Sieg von Reiner Breuer betei­ligt. Zudem bis ich seit 2014 Mitglied des Stadtrates und bin seit Oktober 2017 Vorsitzender des Kulturausschusses.

Was ich bewe­gen will

Diese Erfahrung gepaart mit dem Wissen über Struktur, Eigenheiten und Geschichte der Neusser Partei sind für mich ein wich­ti­ges Argument, um die Partei die nächs­ten Jahre füh­ren zu kön­nen. Das wich­tigste Thema wird der bevor­ste­hende Kommunalwahlkampf 2020 sein, den ich gerne aktiv gestal­ten und len­ken möchte. Die erst­ma­lige Chance, mit einem SPD-​Bürgermeister in die Wahl zu gehen, muss als Partei genutzt wer­den. Ich wäre mit mei­ner Erfahrung direkt bereit, um das Projekt anzu­ge­hen.

Ein beson­de­res Anliegen ist es für mich, nicht nur bis zur kom­men­den Kommunalwahl, son­dern natür­lich auch dar­über hin­aus, in den Dialog mit den Neusser Bürgerinnen und Bürgern zu tre­ten. Die Neusser SPD zeigt schon seit län­ge­rer Zeit, dass Sie den Bürgerwillen anhö­ren und umset­zen will. Leider scheint für viele die Hemmschwelle, um Kontakt zur Partei auf­neh­men, noch zu groß. Das will ich ändern und damit noch mehr zei­gen, wer in Neuss wirk­lich mit den Bürgern zusam­men­ar­bei­tet.

Wichtig ist mir hier­für, dass jede Neusserin und jeder Neusser einen Ansprechpartner vor Ort hat. Diese wer­den Sie dann über die Themen vor Ort infor­mie­ren und bie­ten zugleich die Möglichkeit, direk­ten Kontakt zu suchen.

Aber vie­len Menschen lie­gen auch Themen am Herzen, die nicht vor Ort gelöst wer­den kön­nen. Dazu wird der SPD-​Stadtverband regel­mä­ßig zur Bürgersprechstunde ein­la­den und Ihre Anregungen zu allen not­wen­di­gen Themen auf­neh­men.

Daraus soll auch mehr aktive Gestaltung der Politik auf Bundes- und Landesebene erfol­gen, wie zum Beispiel durch Anträge bei den ent­spre­chen­den Parteitagen, um neue Entwicklungen anzu­trei­ben oder zu Entscheidungen Stellung zu neh­men.

Meine Politik ist wie meine Prägung aus dem Elternhaus klas­sisch sozi­al­de­mo­kra­tisch, da ich durch mein kom­mu­nal­po­li­ti­sches Mandat ziem­lich prag­ma­tisch agiere, aber unsere Wurzeln und die Nöte der Menschen nicht außer Acht lasse. Dies unter­schei­det mei­ner Meinung nach auch unsere Neusser SPD von den ande­ren Parteien, die den wirk­li­chen Kontakt zu den Problemen, Ängsten und Nöten der Menschen ver­lo­ren haben, die Augen vor der Zukunft ver­schlie­ßen und ins­be­son­dere an das eigene Wohl den­ken.

Allein unsere Haltungen zu Themen wie öffent­li­cher Personennahverkehr, Digitalisierung und bezahl­ba­rer Wohnraum haben unsere Partei vor Ort deut­lich geprägt und von den ande­ren Parteien unter­scheid­bar gemacht.

Kommunal sol­len Sie schon 2018 direk­ten Einfluss auf die Zukunft der Neusser SPD haben: Das Kommunalwahlprogramm 2020 wird unter mei­nem Vorsitz gemein­sam mit Ihnen erstellt. Bei ein­zel­nen the­ma­ti­schen Veranstaltungen kön­nen Sie Ihre Ideen in das Programm ein­flie­ßen las­sen. Aber natür­lich wol­len wir auch unsere Ideen vor­stel­len und mit Ihnen dis­ku­tie­ren. Mit allen ange­spro­che­nen Punkten wol­len wir dann ab 2020 zusam­men mit einem wie­der­ge­wähl­ten Bürgermeister Reiner Breuer noch akti­ver die Stadt gestal­ten und Sie kön­nen von Anfang an dabei sein!

Mitglieder stär­ker ein­bin­den

Mein Ziel ist es aber auch, die SPD per­so­nell zu stär­ken. Dafür sol­len gerade jün­gere Menschen einen Einblick in die Partei bekom­men, ohne sich zu ver­pflich­ten. Neue Mitglieder wer­den sich bei ent­spre­chen­den Treffen ken­nen­ler­nen, aber auch etwas über den Aufbau der Partei erfah­ren. Auch die Arbeit wird trans­pa­ren­ter gestal­tet, indem der Stadtverband über die Themen der Partei, der Fraktion und den Ortsvereinen in Newslettern sowohl für Mitglieder als auch für Interessiert berich­tet. Dabei wird auch auf Termine hin­ge­wie­sen, um mög­lichst alle Empfänger abzu­ho­len.

Das Thema Digitalisierung ist für mich ein beson­ders Anliegen. Neben den schon erwähn­ten Newslettern muss über wei­tere Maßnahmen zur digi­ta­len Parteiarbeit nach­ge­dacht wer­den. Online kön­nen Anträge erar­bei­tet und Ideen gesam­melt und wei­ter­ver­folgt wer­den. Auch für Nicht-​Mitglieder kön­nen zudem Live-​Übertragung ein­zel­ner Veranstaltungen ins Internet inter­es­sant sein. Einen ers­ten Versuch durfte ich bei der Nominierung von Daniel Rinkert zum Bundestagskandidaten erfolg­reich durch­füh­ren, sodass hier bereits Vorerfahrung vor­han­den ist.

Mit mir als Vorsitzendem wird es nicht nur eine Verjüngung an der Spitze der Partei geben, son­dern auch die nötige Erfahrung, um die Neusser SPD erfolg­reich zu gestal­ten. Mit mir wer­den viele wich­tige und erfah­rene Genossinnen und Genossen gemein­sam im Sinne der Neusser Sozialdemokratie han­deln. Ich weiß, wel­che Weichen zu stel­len sind und wie die Partei im Inneren aus­sieht. Mein Engagement gilt dem Gedanken, dass die Neusser SPD die Mehrheit im Stadtrat hat, eine gute Politik im Land und im Bund gestal­tet und damit den Aufschwung, den die Stadt mit einem sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Bürgermeister erlebt hat, wei­ter aus­baut. Dafür stelle ich mich am Aschermittwoch 2018 zur Wahl.

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