Rhein-​Kreis Neuss: Erweiterungsbau des Archivs in Zons – Außenanlagen sol­len im Mai fer­tig sein

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Rhein-​Kreis Neuss arbei­tet mit Hochdruck an der Fertigstellung des Erweiterungsbaus sei­nes Archivs in Zons.

Archäologische Funde haben den Zeitplan aller­dings etwas ver­zö­gert. Noch in die­sem Monat wird im offen lie­gen­den Teil an der Schlossstraße soge­nann­ter Drainbeton ein­ge­bracht, um dar­auf die neu geplante Pflasterung auf­zu­brin­gen soweit die Witterung dies zulässt. Mit dem Abschluss der gesam­ten Arbeiten an den Außenanlagen wird im Mai 2018 gerechnet.

Diese Außenarbeiten erwei­sen sich als beson­ders zeit­in­ten­siv, weil es sich um eine archäo­lo­gi­sche Hochverdachtsfläche han­delt. Archäologische und denk­mal­pfle­ge­ri­sche Belange in Zons erfor­dern nun ein­mal eine beson­ders vor­sich­tige und umsich­tige Vorgehensweise“, so Tillmann Lonnes, Kulturdezernent des Rhein-​Kreises Neuss. Daher werde in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege der Stadt Dormagen sowie den Ämtern für Denkmalpflege und Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland nach adäqua­ten Umsetzungsmöglichkeiten gesucht. Archäologen beglei­ten die Arbeiten. Sie erfas­sen, kata­lo­gi­sie­ren und mes­sen die Funde.

Foto: L. Berns/​Rhein-​Kreis Neuss

Die Dichte der zutage getre­te­nen Funde ist so hoch, dass sogar die ursprüng­li­che Bauplanung ver­än­dert wer­den musste. Aufgrund nahe der Oberfläche lie­gen­der Fundstücke müs­sen die Pflasterfläche und der Vorplatz mit den vor­ge­se­hen Bäumen zur Schlossstraße hin eine andere Ausführung erhal­ten“, berich­tet Ines Manolias, die Leiterin des Kreisamts für Gebäudewirtschaft.

Auf der Südseite des Gebäudes erkennt man jedoch bereits die fer­ti­gen Pflasterflächen und die für die Pflanzung vor­be­rei­te­ten Staudenbeete, in denen auch ein Teil der Bewässerungsanlage instal­liert ist. Die ers­ten wei­den­blätt­ri­gen Birnen haben ihren Platz gefun­den, wei­tere fol­gen auf der Nordseite mit den Hecken, die noch im Dezember gesetzt wer­den. Zeitgleich wird die Südseite von einem Zaun umfasst.

Es wird einen bar­rie­re­freien Zugang zum Erweiterungsbau des Archivs mit einem Blindenleitstreifen geben. Die Barrierefreiheit setzt sich im Innern des Gebäudes fort mit einem moder­nen Lesesaal, Behinderten-​WC und Aufzug. Für Schulklassen wird es Gruppenräume mit päd­ago­gi­schen Angeboten geben, und auch die archäo­lo­gi­schen Funde wird man in einem Ausstellungsbereich besich­ti­gen können.

Das Archiv im Rhein-​Kreis Neuss hat die Aufgabe, Archivgut des Rhein-​Kreises Neuss, der Stadt Dormagen und der Gemeinde Rommerskirchen zu über­neh­men, zu ver­wah­ren, zu erhal­ten, nutz­bar zu machen und zu erfor­schen. Da die bis­he­ri­gen Platzreserven zu klein waren, hatte der Kreistag 2013 ent­schie­den, in unmit­tel­ba­rer Nachbarschaft zum Kreiskulturzentrum Zons einen Erweiterungsbau zu errichten. 
 
Das archi­tek­to­nisch inter­es­sante Gebäude löst das zwi­schen­zeit­lich abge­ris­sene Bürgerhaus, eine „Bausünde“ aus den 1970er Jahren, ab und setzt einen posi­ti­ven städ­te­bau­li­chen Akzent in Zons. Der Erweiterungsbau ent­steht im Bereich eines ehe­ma­li­gen Franziskanerklosters aus dem 17. Jahrhundert. Die Außenanlagen sol­len in Anlehnung an den frü­he­ren Klostergarten gestal­tet werden.

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