Jüchen: Ehrenamtler für ihren Einsatz aus­ge­zeich­net

Jüchen – Wann könnte „flei­ßi­gen Helfern“ bes­ser gedacht wer­den als am inter­na­tio­na­len Tag des Ehrenamtes. Bürgermeister Harald Zillikens lud des­halb gemein­sam mit dem Rat der Gemeinde Jüchen sowie dem Kultur- und Partnerschaftsausschuss Jüchen in das Haus Katz zu einer Feierstunde ein. 

Auch in die­sem Jahr wur­den drei Personen für ihr Engagement geehrt. „Sie ste­hen damit stell­ver­tre­tend für all die vie­len ehren­amt­lich täti­gen in unse­rer Gemeinde“, so Bürgermeister Harald Zillikens. „Das Ehrenamt ist für viele Menschen in unse­rer Gemeinde ein ganz selbst­ver­ständ­li­cher Teil ihres Alltagslebens“, so Zillikens wei­ter. In Jüchen set­zen sich viele Menschen frei­wil­lig und unent­gelt­lich für andere und das Gemeinwohl ein. Der Rat der Gemeinde Jüchen beschloss am 01.10.2015 Richtlinien über die Ehrung ver­dien­ter Bürger und Bürgerinnen.

Über die ört­li­che Presse wurde die Öffentlichkeit auf­ge­ru­fen Vorschläge ein­zu­rei­chen. Aus den ein­ge­reich­ten Vorschlägen wählte der Kultur- und Partnerschaftsausschuss am 27.03.2017 drei ver­diente Persönlichkeiten aus. Der Rat der Gemeinde Jüchen bestä­tigte am 30.03.2017 diese Auswahl.

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kultur- und Partnerschaftsausschusses, Wilfried Unrein, brachte Bürgermeister Harald Zillikens seine Freude über das hohe Engagement in sei­ner Gemeinde in sei­nen Ehrungen zum Ausdruck. „Die heu­ti­gen Ehrungen ste­hen stell­ver­tre­tend für all die hel­fen­den Hände, die oft­mals unsicht­bar im Hintergrund wir­ken“, so der Bürgermeister. „Denn Menschlichkeit kann staat­lich nicht ver­ord­net wer­den – diese wird gelebt.“

v.l.n.r.: Bürgermeister Harald Zillikens, Wolfgang Kuhn, Anna Gertrud Jansen, Franz Wilhelm Förster. Foto: Gemeinde

Über die Auszeichnung durfte sich Franz-​Wilhelm Förster freuen. Er ist nicht nur seit 1950 im Bürgerschützenverein Gierath-​Gubberath aktiv. „Franz-​Willi“ Förster wie er genannt wird enga­giert sich auch im Archivverein und gilt als „Gedächtnis“ für Gierath-​Gubberath. Sein Wissen rund um die Historie Gubberath ist ful­mi­nant. Auch der Erhalt der Mundart liegt ihm sehr am Herzen. Ob bei der Aktion „Unser Dorf soll schö­ner wer­den“ oder bei der Erarbeitung von Festschriften in Gierath-​Gubberath – die Festgesellschaft war sich einig: Ohne Franz-​Willi Förster läuft nichts.

Nicht weni­ger ein­drucks­voll ist das Engagement von Anna Gertrud Jansen. Sie führt und steu­ert die Gierather Altenstube seit nun­mehr 13 Jahren. Ob Weihnachten, Karneval, Ostern oder Erntedankfest. Stets lässt sich Frau Jansen etwas beson­ders ein­fal­len. Dabei orga­ni­siert sie alles mit drei ver­läss­li­chen Helferinnen wie sie selbst sagt. Und so wird deut­lich: Im Ehrenamt läuft vie­les im Team, kei­ner kann die Herausforderungen alleine meis­tern. Dabei stellt Anna Gertrud Jansen auch die eige­nen Bedürfnisse häu­fig ein­mal hin­ten an.

Auch Wolfgang Kuhn ist seit vie­len Jahren ehren­amt­lich aktiv. Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) in Jüchen, im Vorstand der Alten und Rentnergemeinschaft (ARG), Karneval und Büttenreden, Organisation von Referentenvorträgen und Bustagesfahren und vie­les mehr das das gesell­schaft­li­che und soziale Miteinander stärkt macht sich Wolfgang Kuhn zur Aufgabe. Auch die wöchent­li­che Wassergymnastik im Hallenbad Jüchen steht unter sei­ner Leitung. Unterstützung erfährt er dabei auch durch seine Frau.

Sie sind Werbeträger, Botschafter des Ehrenamtes, Vorbilder für andere“ so Zillikens in sei­nen Ehrungen. Und der Bürgermeister ver­bin­det damit die Hoffnung, dass Jüchen nicht nur lebens- und lie­bens­wert, son­dern auch eine Mitmachgemeinde bleibt. Zillikens ermun­tert in sei­ner Rede gerade auch junge Menschen Verantwortung für das Gemeinwohl zu über­neh­men. Bei einem anschlie­ßen­den Umtrunk blieb Gelegenheit zum gegen­sei­ti­gen Austausch. 

Die Feierstunde wurde durch das Gitarrenduo Daniel März und Luke Pan umrahmt.

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