Rhein-​Kreis Neuss hat Integrationspreis für vor­bild­li­che Initiativen verliehen

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Rhein-​Kreis Neuss – Der Turn- und Sportverein (TuS) Germania Hackenbroich hat den ers­ten Platz beim Wettbewerb um den Integrationspreis des Rhein-​Kreises Neuss belegt.

Die Ehrung der Gewinner nahm Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke im Kreissitzungssaal in Grevenbroich vor. Nicht ohne Grund habe man in die­sem Jahr das Motto „Integration im Rhein-​Kreis Neuss: Vielfalt bewegt!“ gewählt, betonte er: „Denn es ist die Vielfalt, die uns vor­an­bringt; und es sind nicht Monotonie und Einfalt.“ Dies solle mit dem Integrationspreis gewür­digt werden.

Die Jury mit Vertretern der sechs Kreistagsfraktionen, Dr. Hans-​Ulrich Klose, dem Ersten Stellvertretenden Landrat, sowie Kreisdirektor und Sozialdezernent Dirk Brügge hatte es nicht leicht bei der Entscheidung, wel­cher der ein­ge­gan­ge­nen 18 Wettbewerbsbeiträge beson­ders gelun­gen ist. So ver­gab sie dann Preise für den ers­ten, zwei­ten und drit­ten Platz sowie 15 Anerkennungsurkunden.

Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke zeich­nete in Grevenbroich die erfolg­rei­chen Teilnehmer beim Wettbewerb um den Integrationspreis des Rhein-​Kreises Neuss aus. Foto: S. Büntig/​Rhein-​Kreis Neuss

Den Preis für den ers­ten, mit 3000 Euro dotier­ten Platz erhielt der TuS Germania Hackenbroich für seine her­vor­ra­gende Integrationsarbeit, die weit über den sport­li­chen Bereich hin­aus­geht und damit eine beson­dere Vorbildfunktion erfüllt. Hackenbroich hat eine große Anzahl von Menschen eine Zuwanderungsgeschichte. Der TuS sieht dies nicht als Defizit, son­dern als Bereicherung an und stellt sich als gemein­nüt­zi­ger Verein der Herausforderung, diese Menschen in Sport und Gesellschaft zu integrieren.

Dazu wurde eigens ein Integrationskonzept geschrie­ben. Zudem agiert der Verein als aner­kann­ter Stützpunktverein im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“. „Wir freuen uns sehr, dass der erste Platz an einen unse­rer Mitgliedsvereine geht und damit die erfolg­rei­che Arbeit des TuS auch außer­halb des Sports ange­mes­sen gewür­digt wird“, so Siegfried Willecke, Geschäftsführer des Sportbunds Rhein-​Kreis Neuss.

Einen mit 2000 Euro prä­mier­ten zwei­ten Platz ver­gab die Jury für die Initiative „Recht auf Spiel“ aus Grevenbroich, die 2014 von ehren­amt­li­chen Jugendlichen und jun­gen Erwachsenen gegrün­det wurde. Sie arbei­ten mit gro­ßem Engagement daran, Geflüchtete durch Freizeit- und Bildungsangebote zu inte­grie­ren. Über den Preis für einen mit 1000 Euro dotier­ten drit­ten Platz freu­ten sich die „Interkulturellen Projekthelden“ aus Neuss, die seit Jahren Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zusam­men­brin­gen und durch inter­kul­tu­relle Bildungsprojekte fördern.

Seit 2010 lobt der Rhein-​Kreis Neuss einen Integrationspreis aus. Besonders för­der­fä­hig sind Maßnahmen, die die Vielfalt und ein gleich­be­rech­tig­tes und fried­li­ches Miteinander in der Gesellschaft för­dern sowie ein Bewusstsein der gegen­sei­ti­gen Anerkennung, Toleranz und Verständigung schaf­fen und damit Extremismus jeder Art und Fremdenfeindlichkeit den Nährboden ent­zie­hen. Der Preis bil­det damit eine Konkretisierung der von Kreistag und Landrat ent­wi­ckel­ten Leitziele ent­spre­chend der „Erklärung für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ des Rhein-​Kreises Neuss.

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