Gute Nachricht vom Rhein-​Kreis Neuss: Abfallgebühren wer­den 2018 sinken

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Zum Jahreswechsel pro­fi­tie­ren die Städte und Gemeinden im Rhein-​Kreis Neuss von sin­ken­den Entsorgungskosten, denn der Kreis redu­ziert seine Abfallgebühren. 

Damit ste­hen die Chancen gut, dass die Bürgerinnen und Bürger von ihren Kommunen keine höhe­ren, son­dern viel­leicht sogar nied­ri­gere Gebührenbescheide erhal­ten. Nach einem ent­spre­chen­den Bericht von Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky über die „Abfallgebühren 2018“ emp­fahl der Planungs- und Umweltausschuss dem Kreistag die Ermäßigungen.

Durch geschickte Ausschreibungen und Umstrukturierungen konn­ten die bis­her im Rhein-​Kreis Neuss im regio­na­len Vergleich ohne­hin schon güns­ti­gen Entsorgungstarife für die Städte und Gemeinden wei­ter redu­ziert wer­den“, so Mankowsky und Urban Wahlen, Produktgruppenleiter Abfallwirtschaft. Der Kreis hatte sich ent­schlos­sen, zum 31. Dezember 2016 einen bewähr­ten, aber bereits seit 20 Jahren lau­fen­den Entsorgungsvertrag weit­ge­hend zu kün­di­gen und die bei­den zen­tra­len Einrichtungen, die Kompostierungsanlage in Korschenbroich und die mechanisch-​biologische Abfallbehandlungsanlage auf der Deponie Neuss-​Grefrath, zu übernehmen.

Die Erwerbsrechte hatte sich der Kreis bereits bei Vertragsbeginn vor 20 Jahren ein­räu­men las­sen. Nach der Übernahme der Anlagen sind in vie­len Kostenpositionen die Gewinn- und Risikozuschläge der bis­he­ri­gen Inhaberin sowie teil­weise auch Mehrwertsteuerzahlungen ent­fal­len. Gleichzeitig hatte sich der Kreis ent­schlos­sen, die Betriebsführung der bei­den Anlagen, die Entsorgung der behan­del­ten Restabfälle in den umlie­gen­den Müllverbrennungsanlagen und etli­che andere Leistungen neu auszuschreiben.

Die Abfallgebühren 2018 wer­den sich dem­nach für Rest- und Sperrmüll auf 172,39 Euro pro Tonne statt der­zeit 175 Euro belau­fen. Außerdem steigt nächs­tes Jahr die Vergütung für Altpapier von jetzt noch 97,44 Euro pro Tonne auf 123,78 Euro.

Unverändert blei­ben die Gebühren für Bioabfall von 80 Euro pro Tonne und die pau­schale Gebühr von zehn Euro für Kleinanlieferungen. Für Elektroschrott soll keine Vergütung erfol­gen. Sie wäre so gering, dass ihre Auszahlung den Abrechnungsaufwand nicht recht­fer­ti­gen würde. Daher wer­den die E‑Schrott-​Einnahmen zur Senkung der Restabfallgebühr genutzt.

Bereits von 2016 auf 2017 konnte diese Gebühr auf­grund der Übernahme der Entsorgungsanlagen und der viel­fäl­ti­gen Neuausschreibungen abfall­wirt­schaft­li­cher Leistungen deut­lich gesenkt wer­den. Allerdings lagen damals noch nicht alle Ausschreibungsergebnisse vor. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Gebühren noch­mals leicht gesenkt wer­den können.

(169 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)