Wohnungseinbruch: Wie die Hausratversicherung sicher leistet

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Mehr als 151.000 Wohnungseinbrüche bilan­zierte die Polizei in Deutschland im letz­ten Jahr. „Die Einbrecher ken­nen die Schwachstellen von Häusern. 

Deshalb ist es wich­tig, den Sicherheitslücken der eige­nen vier Wände einen Riegel vor­zu­schie­ben“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW „Wenn die Diebe den­noch auf Beutezug gegan­gen sind, ist die Hausratversicherung der Schlüssel für den Ersatz von Möbeln, Fernsehern oder gestoh­le­ner Kleidung. Einbruchopfer müs­sen dabei aller­dings ein paar Verhaltensregeln beach­ten. So sind Versicherung und Polizei umge­hend zu infor­mie­ren und auch alle gestoh­le­nen Gegenstände detail­liert auf­zu­lis­ten“, gibt die Verbraucherzentrale NRW die fol­gen­den Tipps rund um den Versicherungsschutz bei Wohnungseinbrüchen:

• Was zählt als Einbruchdiebstahl? Damit das bei einem Einbruch gestoh­lene Wohnungseigentum über die Hausratversicherung abge­si­chert ist, muss der Tatort bestimmte Bedingungen erfül­len. So sollte sich der Einbrecher bei­spiels­weise mit einem Werkzeug (Brechstange, Dietrich) Zugang ver­schafft haben. Auch wenn der Dieb mit Hilfe eines vor­her geraub­ten Wohnungs- oder Hausschlüssels ein­bre­chen konnte, muss die Hausratversicherung das gestoh­lene Eigentum erset­zen. Kein Versicherungsschutz besteht aller­dings, wenn der Schlüssel durch fahr­läs­si­ges Verhalten ent­wen­det wer­den konnte.

• Welches Eigentum deckt die Hausratversicherung ab? Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der kom­plette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abge­si­chert. Wenn die Langfinger Bücher, Teppiche, Geschirr oder sogar das Futter für die Haustiere mit­ge­nom­men haben, gibt’s vom Versicherer Ersatz. Mitversichert ist auch, wenn Gegenstände aus einer in der Nähe lie­gen­den Garage oder Keller, also etwa Rasenmäher oder Werkzeuge, zur Beute zählen.

• Was bezahlt die Hausratversicherung? Der Versicherte erhält im Schadenfall so viel Geld, dass er einen gleich­wer­ti­gen Gegenstand zu heu­ti­gen Preisen neu erwer­ben kann (Wiederbeschaffungspreis). Achtung: Das muss nicht der ursprüng­li­che Kaufpreis sein. Übernommen wer­den auch Reparaturkosten für beschä­dig­tes Inventar oder für beim Einbruch beschä­digte Türen und Fenster. Darüber hin­aus wird eine Wertminderung für beschä­digte, aber noch unein­ge­schränkt nutz­bare Gegenstände bezahlt.

• Welche Pflichten haben Einbruchopfer? Im Versicherungsvertrag, aber auch im Versicherungsvertragsgesetz sind einige Pflichten fest­ge­schrie­ben, die im Ernstfall beach­tet wer­den müs­sen. Werden diese soge­nann­ten Obliegenheiten nicht sorg­fäl­tig erfüllt, läuft das Einbruchopfer – trotz Hausratversicherung – Gefahr, dass der Versicherer seine Leistungen kürzt oder sogar über­haupt nicht für den Schaden auf­kommt. Oberste Verhaltensregel des­halb: Der Einbruchdiebstahl ist unver­züg­lich bei der Polizei und dem Versicherer zu mel­den. Selbstverständlich eigent­lich, dass der Schaden so gering wie mög­lich zu hal­ten ist, also zum Beispiel Scheck- und Kreditkarten sofort gesperrt wer­den. Außerdem muss für Polizei und Versicherer umge­hend eine Liste über die gestoh­le­nen und beschä­dig­ten Gegenstände – die soge­nannte Stehlgutliste – ange­fer­tigt werden.

• Was ist eine Stehlgutliste? Einbruchopfer müs­sen so schnell wie mög­lich eine voll­stän­dige Liste der ent­wen­de­ten Gegenstände erstel­len. Dabei ist der Neuwert des Diebesgutes anzu­ge­ben und die Beute wie Uhr, Laptop oder Fernseher detail­liert zu beschrei­ben. Achtung: Die Stehlgutliste muss auf jeden Fall beim Versicherer ein­ge­reicht wer­den. Es kann nicht dar­auf gesetzt wer­den, dass an diese Abgabepflicht erin­nert wird. Beim Landeskriminalamt gibt es im Internet unter www​.rie​gel​vor​.nrw​.de unter dem Stichwort „Wertgegenstandverzeichnis“ ein Muster zum Erstellen einer Stehlgutliste.

• Wie sind Wertgegenstände zu doku­men­tie­ren? Um im Schadenfall gut gewapp­net zu sein, ist es wich­tig, dass der wert­volle Hausrat zum Beispiel über Fotos und Einkaufsbelege bei­zei­ten gut doku­men­tiert wird. Diese Unterlagen kön­nen dem Versicherer im Schadensfall vor­ge­legt wer­den. Es emp­fiehlt sich des­halb, vor­beu­gend alle Wertgegenstände ein­deu­tig zu mar­kie­ren – etwa durch Gravur, UV-​Stifte – und die wich­tigs­ten Daten in der Wertgegenständeliste zu notie­ren. Schwer zu beschrei­bende Gegenstände soll­ten foto­gra­fiert werden.

Bei Fragen und Problemen zur Regulierung von Einbruchsschäden bie­ten auch einige ört­li­che Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW ihre Hilfe an – Kontakt, Kosten und Termine unter www​.ver​brau​cher​zen​trale​.nrw/​s​c​h​a​d​e​n​s​f​all.

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