Rhein-​Kreis Neuss: Duale Studentinnen im Kreisjugendamt

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Ein dua­les Studium in Betrieb und Hochschule gibt es bereits in Wirtschaftswissenschaften und vie­len tech­ni­schen Fächern – und neu­er­dings sogar in Sozialpädagogik und Management.

Auch der Rhein-​Kreis Neuss bie­tet seit kur­zem künf­ti­gen Sozialpädagogen und Sozialarbeitern ein Duales Studium an. Seit 1. Oktober sind Aylin Adam (19) und Michelle Heimbach (22) mitt­wochs bis frei­tags im Kreisjugendamt in Korschenbroich tätig. An den bei­den ande­ren Wochentagen stu­die­ren sie an der Internationalen Berufsakademie in Köln.

Wenn die bei­den Frauen vor­aus­sicht­lich in drei­ein­halb Jahren ihr Studium mit dem Bachelortitel „Sozialpädagogik und Management“ abschlie­ßen, haben sie beim Rhein-​Kreis Neuss jede Menge prak­ti­sche Erfahrungen gesam­melt. „Wir freuen uns, dass wir jetzt dual aus­bil­den kön­nen“, sagt Reinhard Giese, der die Studentinnen als päd­ago­gi­scher Leiter des Familienbüros betreut. „Die bei­den neuen Mitarbeiterinnen bekom­men sehr viel mehr Berufserfahrung als Studenten, die bei uns wäh­rend des Studiums nur Praktika machen. Und sie arbei­ten vom ers­ten Tag an mit.“

Für Michelle Heimbach und Aylin Adam ist das Duale Studium beim Rhein-​Kreis Neuss die per­fekte Verknüpfung von Theorie und Praxis. Michelle Heimbach, die zur­zeit das Team der Glehner Jugendeinrichtung Sinnflut ver­stärkt, schil­dert die Vorteile: „Auf diese Weise kann ich meine Erfahrungen in der Praxis bes­ser reflek­tie­ren. Außerdem ist die zwei geteilte Woche sehr arbeits­in­ten­siv, aber auch kurzweilig.“

Reinhard Giese mit den bei­den Dualen Studentinnen Aylin Adam (l.) und Michelle Heimbach. Foto: Rhein-​Kreis Neuss

Für beide Kreismitarbeiterinnen stand fest, dass sie Sozialpädagogik stu­die­ren woll­ten. „Als ich von dem Dualen Studienangebot beim Kreisjugendamt gehört habe, habe ich mich sofort bewor­ben“, sagt Aylin Adam. „Ich kannte bereits Duale Studenten aus ande­ren Bereichen – zum Beispiel aus dem Fitness- und Gesundheitsbereich – und wusste, dass es genau das Richtige für mich ist.“ Im Medienbus „Fuchs“ ist Aylin zur­zeit zusam­men mit dem Team des Kreisjugendamtes im Einsatz: Medienpädagogische Angebote für Grundschüler in Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen ste­hen dabei im Mittelpunkt.

Der Kreis über­nimmt die Studiengebühr an der staat­lich aner­kann­ten Berufsakademie und zahlt ein Taschengeld sowie das Semesterticket für den Öffentlichen Personennahverkehr. Beide Studentinnen woh­nen in Pulheim und pen­deln zwi­schen ihrem Wohnort, Köln und Korschenbroich. „Wir wur­den sehr freund­lich von den Kolleginnen und Kollegen auf­ge­nom­men und füh­len uns wohl im Team“, berich­ten sie begeis­tert. Zunächst ler­nen sie die Jugendarbeit und den Jugendschutz ken­nen, spä­ter arbei­ten sie auch in den Bereichen des Jugendamtes wie zum Beispiel in der Jugend- und Familienhilfe mit.

Für Reinhard Giese ist das Duale Studium ein Weg, um neue enga­gierte Mitarbeiter zu fin­den: „Wir brau­chen Sozialarbeiter, und gute Fachkräfte sind heute gefrag­ter denn je.“ Er ist zuver­sicht­lich, dass das Modell Schule machen wird: Wenn Aylin Adam und Michelle Heimbach vor­aus­sicht­lich in sie­ben Semestern ihr Duales Studium been­det haben, könn­ten schon die Bewerbungsgespräche für die nächs­ten Dualen Studenten lau­fen. Bereits eta­bliert hat sich beim Rhein-​Kreis Neuss das Duale Studium im Verwaltungsdienst: Auch in die­sem Jahr star­te­ten zehn junge Leute in die Vorbereitungszeit für den geho­be­nen Dienst.

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