Gebäude-​Energieausweise: Die Verbraucherzentrale NRW und die Stadt Neuss war­nen vor unse­riö­sen Anbietern

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Seit Mai 2014 muss jeder Vermieter bei der Neuvermietung und jeder Verkäufer von Immobilien einen Gebäude-​Energieausweis für sein Haus vorweisen. 

Diese gesetz­li­che Vorgabe nut­zen Bau- und Beratungsfirmen aktu­ell mit einer Variante von Haustürgeschäften. In Neuss klin­geln der­zeit Energieberater unan­ge­kün­digt an der Haustür und behaup­ten unrich­tig, ein Energieausweis sei für alle gesetz­lich vorgeschrieben.

Die Vertreter ver­su­chen mit allen Wohnungs- und Hausbesitzern, die kei­nen Energieausweis vor­wei­sen kön­nen, einen Termin zur Beurteilung des Hauses durch einen Fachmann zu ver­ein­ba­ren, die­ser käme zu einem spä­te­ren Termin vorbei.

Die Verbraucherzentrale NRW und die Stadt Neuss war­nen alle Bürgerinnen und Bürger miss­trau­isch zu sein und nicht auf Haustürangebote ein­zu­ge­hen. Unaufgefordert ein­ge­hende Angebote soll­ten zunächst ein­ge­hend geprüft werden.

In kei­nem Fall sollte man sich jedoch zu einer schnel­len und teu­ren Unterschrift drän­gen las­sen. Angebotspreise müs­sen ver­gli­chen wer­den nach­dem geklärt ist, ob ein güns­ti­ger ver­brauchs­ab­hän­gi­ger oder ein auf­wen­di­ge­rer bedarfs­ab­hän­gi­ger Energieausweis ange­bo­ten wird.

Ob im Vermietungs- oder Verkaufsfall ein soge­nann­ter „klei­ner“ ver­brauch­ab­hän­gi­ger oder ein „gro­ßer“ bedarfs­ab­hän­gi­ger Energiepass benö­tigt wird, ist von Größe und Baujahr des Wohnhauses abhängig.

Wer bereits einen Vertrag an der Haustür unter­schrie­ben hat, hat in vie­len Fällen ein gesetz­li­ches Widerrufsrecht, das min­des­tens 14 Tage ab Vertragsabschluss gilt. Wer glaubt, ein über­teu­er­tes Angebot erhal­ten zu haben oder bereits einen Auftrag erteilt hat, kann sich in der Verbraucherzentrale Neuss recht­lich und fach­lich bera­ten lassen.

Auch der Energiekostenvergleich vor Ort ent­larvt sich oft genug als nicht vor­teil­haft, denn die Opfer wer­den zu frem­den Strom oder Gasversorgern gelotst, die angeb­lich güns­tige Konditionen bie­ten, in Wahrheit aber sehr teuer sind.

Termine soll­ten daher gene­rell nur mit unab­hän­gi­gen Energieberatern ver­ein­bart wer­den, die per­sön­lich aus­ge­wählt wur­den. Auch teure Sanierungen soll­ten erst nach Rücksprache mit bekann­ten Firmen in Auftrag gege­ben werden.

Rat und Hilfe sowie Hinweise zu seriö­sen Energieberatern sind tele­fo­nisch über das Energie- und Klimatelefon der Stadt Neuss unter der Rufnummer 02131/​907301 und bei der orts­an­säs­si­gen Verbraucherzentrale erhältlich.

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