Neuss: Neue Schilder zum Fütterungsverbot aufgestellt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die Stadt Neuss hat unter ande­rem im Alten Stadtgarten, im Rosengarten und im Bahnhofsbereich zehn neue Schilder zum Fütterungsverbot aufgestellt.

Im gesam­ten Stadtgebiet gilt auf öffent­li­chen Flächen ein Fütterungsverbot für Wildtiere, wel­ches lei­der immer wie­der miss­ach­tet wird. Dies hat nega­tive Folgen für die Umwelt und die gefüt­ter­ten Tiere selbst.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger glau­ben, Enten, Gänsen, Nutrias oder Tauben in den Parks und in der Stadt durch das Füttern mit Brot, Körnern oder Nahrungsresten etwas Gutes zu tun, aber das Gegenteil ist der Fall. Brot und andere Lebensmittel sind keine art­ge­rechte Nahrung für wild­le­bende Tiere.

Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann und Henrieke
Mölleken, Leiterin des Amtes für Umwelt und Stadtgrün, an einem der neuen Schilder im Alten Stadtgarten. Foto: Stadt

Auf das Überangebot an Nahrung reagie­ren man­che Arten mit star­ker Vermehrung, wodurch das Gleichgewicht des Ökosystems aus den Fugen gerät. Gleichzeitig stel­len die Tiere sich auf das viele Futter ein und ver­lie­ren damit ihr natür­li­ches Nahrungsverhalten. Das zusätz­li­che Futter zieht zudem Ratten an, was zu wei­te­ren Problemen führt.

Durch das Füttern von Wasservögeln und Nutrias in und an den Teichen der Parks wer­den dem Wasser über den Kot, den die vie­len durch das Futter ange­lock­ten Tiere aus­schei­den, zusätz­li­che Nährstoffe zuge­führt. Diese Nährstoffe för­dern ein über­mä­ßi­ges Algenwachstum. Beim Abbau der abge­stor­be­nen Pflanzenteile wird der im Wasser gelöste Sauerstoff verbraucht.

Dadurch lei­den Fische und andere im Wasser lebende Tiere an Sauerstoffmangel und das Gewässer ver­liert seine natür­li­che Fähigkeit zur Selbstreinigung.

Durch die vie­len ange­lock­ten Tiere wer­den in der Folge zudem die Ufervegetation und angren­zen­den Wiesen zer­stört, Spielplätze und Sitzbänke ver­dreckt. Die Verunreinigungen in den Parks und in der Stadt füh­ren zu mas­si­ven Problemen und Beschwerden.

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