Neuss: Nächtliche Brandstiftung an geparktem Auto – Zeugin beobachtet Verdächtigen

Neuss-Weißenberg (ots) – Feuerwehr und Polizei rückten in der Nacht zu Donnerstag (16.11.), gegen 2:30 Uhr, zu einem Brand an der Kaarster Straße aus. Auf einem Parkplatz, nahe des Further Kirmesplatzes, standen gleich mehrere Autos in Flammen.

Als die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, begann die Ermittlungsarbeit der Polizei. Die bisherigen Erkenntnisse legen nahe, dass das Feuer an einem Nissan ausbrach beziehungsweise gelegt wurde und anschließend auf vier umstehenden Fahrzeuge übergriff. Ein Abschleppunternehmen barg die zum Teil völlig ausgebrannten Autowracks. Das Kriminalkommissariat untersucht derzeit die Fahrzeuge auf mögliche, beweiserhebliche Spuren.

Es handelt sich um den inzwischen achten Brand, den die Polizei seit Oktober im Bereich Furth, Weißenberg und Vogelsang registriert (Pressemeldung vom 08.11.2017).

Nach wie vor ziehen die Experten des Fachkommissariats 11 (Brandermittlungen) einen Zusammenhang zwischen den Taten in Betracht, können aber auch nicht ausschließen, dass mögliche Nachahmungstäter für einzelne Brände verantwortlich sind.

Die Arbeit der eigens gegründeten Ermittlungskommission „Furth“ konzentriert sich derzeit unter anderem auf den Hinweis einer Zeugin, die zur tatrelevanten Zeit einen jungen Mann, geschätzt etwa 25 Jahre alt, aus Richtung des Parkplatzes an der Kaarster Straße kommen und in Richtung Venloer Straße gehen sah.

Der Unbekannte soll circa 165 Zentimeter groß und von schlanker Statur gewesen sein. Er trug einen grauen Pullover unter einer schwarzen Jacke und hatte einen schwarzen Rucksack dabei.

Weitere Hinweise von potentiellen Zeugen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02131 300-0 entgegen. Fotos(3): Privat

Die Ermittlungen der Brandexperten zu den inzwischen acht Fahrzeugbränden laufen auf Hochtouren. Die Polizei bezieht zudem den Neusser Norden verstärkt in ihre Streifentätigkeit ein, um dem oder den möglichen Tätern auf die Spur zu kommen.

Durch eine erhöhte Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger, hofft die Polizei zudem auf wichtige Hinweise zu verdächtige Personen, die, zumeist im Schutz der Dunkelheit, an geparkten Fahrzeugen manipulieren oder sich möglicherweise durch prahlerische Äußerungen im Freundeskreis dieser Taten rühmen.

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