Dormagen: „Meister Reineke“ im Hausgarten – Stadt reagiert auf Sorgen wegen Fuchsbandwurm

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Für Biologen ist es ein all­ge­mei­nes Phänomen: Schon seit eini­gen Jahren tre­ten Füchse ver­mehrt in Städten auf, weil sie dort Nahrung fin­den und zuneh­mend die Scheu vor dem Menschen verlieren.

Auch in Dormagen ist das offen­bar der Fall. Beim Ordnungsamt mel­de­ten sich erste Bürger, die „Meister Reineke“ in ihren Gärten beob­ach­te­ten. Dabei tauchte zugleich die Sorge wegen mög­li­cher Infektionen mit dem Fuchsbandwurm auf.

Die Verwaltung erkun­digte sich dazu bei Fachinstituten. „Im Regelfall ist das Infektionsrisiko gering, jedoch sollte hier schon hygie­ni­sche Vorsorge getrof­fen wer­den“, so das Ordnungsamt. Es rät Gartenbesitzern, den Kot von Stadtfüchsen (etwa drei bis acht Zentimeter lang, mit wei­ßen Spitzen) vor­sichts­hal­ber in Plastiktüten über die graue Tonne zu entsorgen.

Vom Füttern eines Fuchses rät die Stadtverwaltung ab. Kein (Originalbild) Foto: Stadt

Salat, Gemüse und Früchte aus dem Garten soll­ten gründ­lich gewa­schen wer­den – vor allem, wenn sie roh ver­zehrt wer­den. Das emp­fiehlt sich ohne­hin immer. Bei gekoch­tem Obst und Gemüse besteht kein Risiko, da die Bandwurmeier ab einer Temperatur von 60 Grad abge­tö­tet werden.

Hunde und Katzen soll­ten, wie all­ge­mein üblich, regel­mä­ßig gegen Bandwurmbefall behan­delt wer­den. „Wer Angst hat, kann im Handel auch bio­lo­gisch ver­träg­li­che Geruchsmittel oder Ultraschallgeräte erhal­ten, um Wild von dem eige­nen Garten fern­zu­hal­ten“, so das Ordnungsamt.

Bei Begegnungen mit einem Fuchs gilt: Ruhe bewah­ren und dem Tier einen Fluchtweg frei­las­sen. Offensichtlich kranke Tiere mit auf­fäl­li­gem Verhalten soll­ten dem Ordnungsamt oder dem Veterinäramt gemel­det werden.

Von Füttern eines Fuchses rät die Verwaltung drin­gend ab. „Hier gilt der Grundsatz: Füchse sind Wildtiere und soll­ten es auch blei­ben“, appel­liert das Ordnungsamt.

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