Dormagen: „Meister Reineke“ im Hausgarten – Stadt reagiert auf Sorgen wegen Fuchsbandwurm

Dormagen – Für Biologen ist es ein allgemeines Phänomen: Schon seit einigen Jahren treten Füchse vermehrt in Städten auf, weil sie dort Nahrung finden und zunehmend die Scheu vor dem Menschen verlieren.

Auch in Dormagen ist das offenbar der Fall. Beim Ordnungsamt meldeten sich erste Bürger, die „Meister Reineke“ in ihren Gärten beobachteten. Dabei tauchte zugleich die Sorge wegen möglicher Infektionen mit dem Fuchsbandwurm auf.

Die Verwaltung erkundigte sich dazu bei Fachinstituten. „Im Regelfall ist das Infektionsrisiko gering, jedoch sollte hier schon hygienische Vorsorge getroffen werden“, so das Ordnungsamt. Es rät Gartenbesitzern, den Kot von Stadtfüchsen (etwa drei bis acht Zentimeter lang, mit weißen Spitzen) vorsichtshalber in Plastiktüten über die graue Tonne zu entsorgen.

Vom Füttern eines Fuchses rät die Stadtverwaltung ab. Kein (Originalbild) Foto: Stadt

Salat, Gemüse und Früchte aus dem Garten sollten gründlich gewaschen werden – vor allem, wenn sie roh verzehrt werden. Das empfiehlt sich ohnehin immer. Bei gekochtem Obst und Gemüse besteht kein Risiko, da die Bandwurmeier ab einer Temperatur von 60 Grad abgetötet werden.

Hunde und Katzen sollten, wie allgemein üblich, regelmäßig gegen Bandwurmbefall behandelt werden. „Wer Angst hat, kann im Handel auch biologisch verträgliche Geruchsmittel oder Ultraschallgeräte erhalten, um Wild von dem eigenen Garten fernzuhalten“, so das Ordnungsamt.

Bei Begegnungen mit einem Fuchs gilt: Ruhe bewahren und dem Tier einen Fluchtweg freilassen. Offensichtlich kranke Tiere mit auffälligem Verhalten sollten dem Ordnungsamt oder dem Veterinäramt gemeldet werden.

Von Füttern eines Fuchses rät die Verwaltung dringend ab. „Hier gilt der Grundsatz: Füchse sind Wildtiere und sollten es auch bleiben“, appelliert das Ordnungsamt.

(35 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)