Rhein-​Kreis Neuss: Internationales Mundartarchiv erin­nerte an den Dialektdichter Ludwig Soumagne

Rhein-​Kreis Neuss – Vor 90 Jahren erblickte Ludwig Soumagne das Licht der Welt. Aus die­sem Anlass erin­nerte das nach ihm benannte Internationale Mundartarchiv des Rhein-​Kreises Neuss mit einem „Kulturschmaus“ an den 2003 ver­stor­be­nen Dialektliteraten aus Norf.

Die Resonanz war groß: Es kamen mehr Menschen als ange­mel­det waren, und es muss­ten viele zusätz­li­che Stühle in den Gewölbekeller der Nordhalle im Kreiskulturzentrum Zons getra­gen wer­den, damit alle einen Platz fan­den.

Soumagnes Witwe Margot gehörte ebenso zu den Gästen des von Eva Schmitt-​Roth vom Mundartarchiv mode­rier­ten Abends wie Thomas Brückner, Sohn von WDR-​Regisseur Manfred Brückner, der gemein­sam mit Soumagne das Hörspiel „Net jrad e ken­ger­spell” erar­bei­tet hatte.

Vitus Micha und Gerd Strasdas sorg­ten für den musi­ka­li­schen Rahmen eines Abends, der im Gedenken an Ludwig Soumagne im Gewölbekeller im Zonser Kreiskultur-​zentrum statt­fand. Foto: S. Büntig/​Rhein-​Kreis Neuss

Auch Dr. Hans-​Ulrich Klose, der stell­ver­tre­tende Landrat, und Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes lie­ßen sich die Veranstaltung nicht ent­ge­hen.

Vitus Micha und Gerd Strasdas sorg­ten für den musi­ka­li­schen Rahmen, indem sie mit ihren Beiträgen quasi für Vorspeise und Dessert des „Kulturschmauses“ sorg­ten. Der Hauptgang bestand jedoch aus „Net jrad e ken­ger­spell“ (Nicht gerade ein Kinderspiel). Das 35-​minütige Hörspiel aus dem Jahr 1984, das in der Nordhalle auf ein auf­merk­sa­mes Publikum stieß, gilt als künst­le­risch beson­ders anspruchs­voll und als Beispiel radio­pho­ner Kunst, das in kon­ge­nia­ler Zusammenarbeit mit dem WDR ent­stan­den ist.

Soumagne gilt als „Vater“ der im Kulturbetrieb inter­na­tio­nal aner­kann­ten Zonser Hörspieltage.

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