Die eigene Stromtankstelle zu Hause – Förderprogramm und Tipps für pri­vate Ladestationen

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Für pri­vate Ladestationen für Elektroautos gibt es seit Mitte Oktober einen Zuschuss vom Land NRW

Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Fahrzeuge zu Hause nur mit Ökostrom gela­den wer­den. Sauberen Strom kön­nen Hausbesitzerinnen und ‑besit­zer direkt vom eige­nen Dach ins Auto flie­ßen las­sen. Auch ohne eigene Solaranlage ist für die Stromtankstelle zu Hause aber eini­ges zu beachten.

• Machbarkeit klä­ren: Vor dem Projekt Stromtankstelle sollte immer ein Gespräch mit dem ört­li­chen Netzbetreiber ste­hen. In man­chen Fällen kann es sein, dass das Netz ohne Ausbau kei­nen sol­chen Anschluss verkraftet.

• Anschluss vom Profi: Elektroautos an nor­ma­len Steckdosen zu laden, dau­ert sehr lang und kann zum Beispiel die Steckerkontakte auf Dauer über­las­ten. Besser ist des­halb eine an das Wunschauto ange­passte Ladestation. Die Installation dür­fen nur Elektro-​Fachleute vor­neh­men. Generell ist eine ent­spre­chende Beratung emp­feh­lens­wert. Tipps zur Handwerkersuche gibt es unter www​.ver​brau​cher​zen​trale​.nrw/​h​a​n​d​w​e​r​k​e​r​-​f​i​n​den.

• Kosten kal­ku­lie­ren: Die Kosten für eine Ladestation lie­gen je nach Ausstattung zwi­schen etwa 800 und 2.500 Euro. Dazu kom­men die Kosten für Verkabelung und Montage. Unter Umständen braucht die Ladestation einen eige­nen Stromzähler, der wei­tere Einbau- und Betriebskosten ver­ur­sacht. Wer eige­nen Sonnenstrom tan­ken möchte, sollte außer­dem dar­auf ach­ten, dass die Ladestation mit der Solaranlage kom­mu­ni­zie­ren kann. Dadurch kann die Ladegeschwindigkeit an den aktu­el­len Überschuss an Strom vom eige­nen Dach ange­passt werden.

• Die rich­tige Ladestation: Je höher die Kilowatt-​Zahl einer Ladestation, desto schnel­ler kann diese theo­re­tisch ein E‑Auto auf­la­den. Für den Heimgebrauch sind Ladesäulen und Wandladestationen mit 11 bis 22 kW sinn­voll und för­der­fä­hig. Das bedeu­tet aller­dings nicht, dass sie stets mit die­ser vol­len Leistung arbei­ten. Die Ladegeschwindigkeit hängt auch davon ab, wie viel Leistung das jewei­lige Automodell auf­neh­men kann und wie voll der Akku ist.

• Förderung vom Land: Das Land NRW unter­stützt im „Sofortprogramm Elektromobilität“ pri­vate Ladepunkte mit bis zu 1.000 Euro. Bis zu die­ser Grenze bezahlt das Land die Hälfte für Kauf und Montage, wenn 100-​prozentiger Ökostrom fließt. Neben eige­nem Solarstrom erfül­len zum Beispiel Stromtarife mit fol­gen­den Zertifikaten diese Bedingung: Grüner-​Strom-​Label, ok ‑power-​Label, Grünstrom-​Label des TÜV Nord, Grünstrom-​Label EE01 des TÜV Süd. Diese Förderung muss bean­tragt wer­den, bevor ein Auftrag erteilt wird. Mehr Informationen gibt es unter www​.pro​g​res​.nrw​.de.

• Sonnenstrom tan­ken: Strom aus der eige­nen Solaranlage ist der sau­berste „Kraftstoff“ fürs Elektroauto – muss aller­dings meist um Energie aus dem Netz ergänzt wer­den. Denn die rela­tiv klei­nen Solaranlagen auf Eigenheimen lie­fern nur sel­ten die benö­tigte Leistung. Ein Batteriespeicher kann hier hel­fen. Er stellt zusätz­li­che Leistung bereit, wäh­rend die Sonne scheint, oder unter­stützt das zeit­ver­setzte Laden nach Sonnenuntergang. Beides führt dazu, dass weni­ger Strom ein­ge­kauft wer­den muss. Auch für Batteriespeicher gibt es meh­rere, mit­ein­an­der kom­bi­nier­bare Förderprogramme.

Mehr Informationen gibt es unter: www.verbraucherzentrale.nrw/e‑auto

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