Neuss/ Kaarst: Polizei stellt mutmaßlichen Wohnungseinbrecher nach Zeugenhinweis

Kaarst, Neuss (ots) – Am Sonntagnachmittag (12.11.), kam es zu einem Wohnungseinbruch in Kaarst. Eine Stunde später konnte ein Tatverdächtiger in Neuss von der Polizei dingfest gemacht werden. Ein Richter ordnete am Montag (13.11.) Untersuchungshaft an.

Am Sonntag, gegen 15:00 Uhr, hielt sich an der Windmühlenstraße in Kaarst der Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Erdgeschoss auf und hörte plötzlich einen lauten Knall. Er stellte fest, dass sich in seinem Esszimmer ein Fremder aufhielt. Der Verdächtige hatte sich offensichtlich durch das Einschlagen einer Scheibe Zugang zum Haus verschafft. Hierzu hatte er sich nach ersten Erkenntnissen eines Steins aus dem Garten bedient (Foto in der Anlage).

In der Wohnung kam es zu einem Gerangel zwischen mutmaßlichem Täter und Hausbewohner. Schließlich konnte der Verdächtige zu Fuß mit einem entwendeten Portmonee flüchten. Das Opfer informierte umgehend die Polizei, die mit mehreren Streifenwagen eine Fahndung nach dem Mann einleitete.

Foto: Polizei

Er konnte zunächst in Kaarst nicht aufgefunden werden – allerdings hatten ihn mehrere Zeugen noch in der näheren Umgebung gesehen und eine Beschreibung von ihm abgegeben. Gegen 16 Uhr meldete sich ein Taxifahrer bei der Polizei und teilte mit, dass er soeben einen Fahrgast von Kaarst nach Neuss gebracht habe.

Der Mann habe eine Verletzung im Gesicht gehabt, was dem Taxifahrer merkwürdig vorgekommen sei. Polizeibeamte konnten den verdächtigen Fahrgast in der Nähe der Neusser Stadthalle kurz darauf festnehmen. Aufgrund der Personenbeschreibung geht die Polizei davon aus, dass es sich um den Mann aus Kaarst handelt, der an der Windmühlenstraße in das Haus eingebrochen war. Es handelt sich um einen 50-jährigen Kaarster, der unter dem Einfluss von Alkohol stand. Die Polizeibeamten fanden ein Portmonee mit Bargeld sowie Betäubungsmittel (vermutlich Heroin und Kokain) bei ihm.

Der mutmaßliche Täter schweigt sich bislang zu den Vorwürfen des Wohnungseinbruchs sowie des Drogenbesitzes aus. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurde der polizeibekannte 50-Jährige am Montag (13.11.) einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft wegen Wohnungseinbruchs in Tateinheit mit räuberischem Diebstahl anordnete. Die Kriminalpolizei prüft, ob er für weitere Einbrüche in Betracht kommt.

Am Wochenende war es zu zwei weiteren Wohnungseinbrüchen im Stadtgebiet Kaarst gekommen. Am Samstag (11.11.), in der Zeit von 17 bis 20:45 Uhr, gelangten Wohnungseinbrecher über die aufgehebelte Balkontür im ersten Obergeschoss in die dortige Wohnung an der Mörikestraße. Die Täter durchsuchten die Räume nach Beute und ließen Schmuck und Bargeld mitgehen.

Am Sonntag traf es ein Einfamilienhaus an der Gleiwitzer Straße. Nachdem der Täter in der Zeit von 14:30 bis 23 Uhr das Küchenfenster aufgehebelt hatte, ließ er Schmuck und eine Kamera aus dem Haus mitgehen.

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