Dormagen: Wer stif­tet Frieden? Stadt sucht Schiedsperson

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Sie sind Friedensstifter im Dienst der Allgemeinheit und küm­mern sich in ihrem hei­mat­li­chen Umfeld darum, Konflikte zwi­schen Bürgern mög­lichst ohne Gerichtsverfahren aus der Welt zu schaffen. 

Für die­ses wich­tige Ehrenamt sucht die Stadt Dormagen immer wie­der geeig­nete Personen. Im Schiedsamtsbezirk Dormagen II mit Broich, Delhoven, Delrath, Gohr, Hackenbroich, Hackhausen, Knechtsteden, Nievenheim, Straberg und Ückerath läuft die Amtszeit des dort ein­ge­setz­ten Schiedsmannes aus.

Für die Dauer von fünf Jahren soll das Amt durch Neuwahl besetzt wer­den. Die Schiedsperson wird vom Rat gewählt und unter­steht der fach­li­chen Aufsicht des Amtsgerichtes Neuss. Die erfor­der­li­chen Kenntnisse wer­den durch Seminare und Fortbildungen vermittelt.

Durch die Arbeit von Schiedspersonen kön­nen lang­wie­rige juris­ti­sche Auseinandersetzungen oft ver­mie­den wer­den. Aufgabe ist es, bei klei­ne­ren Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zivil- und straf­recht­li­cher Art durch Verhandlungsgeschick die häu­fig ver­här­te­ten Fronten auf­zu­bre­chen und einen Vergleich her­bei­zu­füh­ren. „Schlichten statt rich­ten“ lau­tet die Devise. In zahl­rei­chen Fällen sind die Streitparteien auch dazu ver­pflich­tet, sich erst an eine Schiedsperson zu wen­den, bevor Gerichte sich mit der Angelegenheit befas­sen. Dazu zäh­len etwa Beleidigungen, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder leichte Körperverletzungen.

Das Ehrenamt einer Schiedsperson kön­nen Bürger über­neh­men, die zwi­schen 30 und 70 Jahren alt sind und in dem betref­fen­den Bezirk woh­nen. Eine juris­ti­sche Vorbildung wird nicht erwar­tet. Interessenten soll­ten aber Einfühlungsvermögen, die Bereitschaft zum Zuhören, Fingerspitzengefühl und die Freude an der Verhandlungsführung mit­brin­gen. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die über gute Deutschkenntnisse ver­fü­gen, sind dabei aus­drück­lich erwünscht.

Die Schlichtungsverhandlungen fin­den in einem Raum statt, den die Stadt Dormagen zur Verfügung stellt. Die Stadt trägt auch die Sachkosten die im Rahmen des Schiedsamtes anfal­len. Dies kön­nen zum Bespiel die Auslagen für den dienst­li­chen Schriftverkehr oder für Telefonate mit Behörden oder der Leitung des Amtsgerichts sein. Bezahlt wird auch der Bezug der Schiedsmann-Zeitung.

Die für die Tätigkeit der Schiedsperson anfal­len­den Kosten (Gebühren und Auslagen nach dem Schiedsamtsgesetz NRW), die die Streitparteien zu beglei­chen haben, bekom­men zu glei­chen Teilen die Schiedsperson und die Gemeinde.

Der städ­ti­sche Service Recht nimmt schrift­li­che Bewerbungen (ein­schließ­lich eines tabel­la­ri­schen Lebenslaufs) bis zum 30. November unter fol­gen­der Adresse entgegen:

Stadt Dormagen
Service Recht 
Mathias-​Giesen-​Straße 11 
41540 Dormagen

Fragen beant­wor­ten gern die Serviceleiterin Bettina Giedinghagen, Telefon 02133/257–221, oder der zustän­dige Mitarbeiter Guido Krah, Telefon 02133/257–455.

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