Neuss: Wander-​Ausstellung des Stadtarchivs zur Geschichte der Reformation

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ zeigt die Stadt Neuss erst­mals eine Ausstellung zur Geschichte der Reformation und Gegenreformation in Neuss. 

Die Präsentation mit dem Titel „Vom Umgang mit den Religionsverwandten“ wurde vom Stadtarchiv Neuss erar­bei­tet und zeigt viele bis­lang weit­ge­hend unbe­kannte Aspekte der Geschichte des kon­fes­sio­nel­len Zeitalters am Niederrhein.

Bürgermeister Reiner Breuer, der Vorsitzende des Verbandes der evan­ge­li­schen Kirchengemeinden in Neuss, Sebastian Appelfeller, Archivleiter Dr. Jens Metzdorf und die Historikerin Dr. Stefanie Fraedrich-​Nowag eröff­ne­ten jetzt gemein­sam die Wanderausstellung im Foyer des Rathauses, wo sie bis Freitag, 1. Dezember 2017, zu sehen sein wird. Anschließend geht die Präsentation zum Reformationsjubiläum auf „Tour“ durch die evan­ge­li­schen Gemeinden in Neuss.

Pfarrer Sebastian Appelfeller, Verbandsvorsitzender der
evan­ge­li­schen Kirchengemeinden in Neuss, Historikerin Dr. Stefanie Fraedrich-​Nowag, Dr. Jens Metzdorf, Leiter des Neusser Stadtarchivs, und Bürgermeister Reiner Breuer vor der Wanderausstellung. Foto: Stadt

Der Thesenanschlag Luthers am 31. Oktober 1517 gilt als Initialzündung der Reformation, die nicht nur in reli­giö­ser Hinsicht son­dern auch auf poli­ti­scher, gesell­schaft­li­cher und kul­tu­rel­ler Ebene zu fun­da­men­ta­len Umbrüchen führte. Auch wenn die neuen Ideen sich mit Hilfe des moder­nen Buchdrucks bald über­all im Reich ver­brei­te­ten, konn­ten sich die refor­ma­to­ri­schen Ideen in Neuss nur schwer durchsetzen.

Dennoch gab es im 16. und 17. Jahrhundert bereits evan­ge­li­sches Leben in Neuss. Im Zuge der Gegenreformation wurde es zunächst wie­der zurück gedrängt, bevor es mit der Gründung der heu­ti­gen Gemeinde 1806 zu neuem Leben erwachte.

Zu sehen ist die Ausstellung wäh­rend der regu­lä­ren Öffnungszeiten des Neusser Rathauses, mon­tags bis mitt­wochs, 8 bis 16 Uhr, don­ners­tags, 8 bis 18 Uhr, sowie frei­tags, 8 bis 13 Uhr.

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